- Wenn die Dampflok gerade nicht fährt steht sie im angrenzenden Lokschuppen.
- Eine Instandhaltung der Lok kostet ungefähr 300.000 Euro - da sie jedoch Eigentum der Stadt ist, zahlt diese auch.
- Die Gleise sind gerade einmal 381 Millimetern breit.
Auf der Laufstrecke für die Schienen: Unterstützung für die Parkeisenbahn
Eine kleine Bahn, eine große Tradition: Seit 1951 dreht die Parkeisenbahn Auensee ihre Runden um den Leipziger Auensee. Auf knapp zwei Kilometern geht es in etwa zehn bis 15 Minuten einmal rund um den See – vorbei an mehreren Haltepunkten und mitten durch den Auwald.
Was die Parkeisenbahn besonders macht: Sie ist nicht nur eine Ausflugsbahn, sondern auch eine Art Nachwuchsschmiede. Viele Aufgaben im laufenden Betrieb übernehmen Kinder und Jugendliche. Sie sind unter anderem als Schaffner, Schrankenwärter oder Fahrdienstleiter im Einsatz und lernen dabei, wie ein echter Bahnbetrieb funktioniert.
Dabei ist die Bahn selbst ein Stück Leipziger Eisenbahngeschichte. Am 5. August 1951 wurde sie als Pioniereisenbahn eröffnet – damals mit einer Dampflok und vier Personenwagen. Die heutige Strecke ist 1,8 Kilometer lang und hat eine Spurweite von gerade einmal 381 Millimetern. Zum Vergleich, eine normale Eisenbahn hat eine Spurweite von 1,435 Meter!
Und auch die Dampflok ist ein historisches Stück Technik: Die Lok 03 002 wurde bereits 1925 bei Krauss & Co. in München gebaut. Sie fährt noch heute – am Wochenende kommt sie üblicherweise zum Einsatz. Unter der Woche kann stattdessen die Akkulok unterwegs sein, nicht weniger schön, dafür aber auch um einiges leiser.
Damit diese Zeitreise weiter möglich bleibt, muss allerdings regelmäßig viel Arbeit und Geld in die kleine Eisenbahn gesteckt werden. Gleise, Weichen und Schranken müssen instand gehalten werden, auch die historischen Fahrzeuge brauchen Pflege. Der Verein weist aktuell darauf hin, dass insbesondere die Sanierung von Gleisen und Weichen dringend notwendig ist.
Unterstützung kommt deshalb auch aus der direkten Nachbarschaft: Der Laufclub Auensee, der selbst regelmäßig rund um den See unterwegs ist, hat zu Spenden für die Parkeisenbahn aufgerufen. Beim 37. Leipziger 100-Kilometer-Lauf am Samstag, dem 22. August, soll nun ein Spendenscheck überreicht werden. „Wenn wir uns Sonntag zum Laufen treffen, dann winken uns immer die Kinder aus der Eisenbahn zu. Und diese strahlenden Kinderaugen müssen um jeden Preis erhalten bleiben!“ Spenden wurden bereits im Vorhinein gesammelt, aber auch am Samstag selber besteht die Möglichkeit über den Laufclub zu spenden (neben der allgegenwärtigen Möglichkeit bei der Parkeisenbahn direkt).
Die Parkeisenbahn bleibt damit ein besonderer Teil des Auensees: Für Familien ist sie ein Ausflugsziel, für Kinder und Jugendliche ein Ort zum Mitmachen – und für Leipzig ein Stück Eisenbahngeschichte, das seit 75 Jahren seine Runden dreht.


