- Zu ihrer Motivation haben die Täter einen Zettel an der Scheibe auf der Seite des Fahrers hinterlassen.
- Diesen Zettel hinterließen die Täter an der Fahrerscheibe.
- Der platte Reifen.
Luft-Anschlag auf AfD-Abgeordneten in Borna-Zedtlitz
Nach einer Sachbeschädigung am Bürgermobil des AfD-Bundestagsabgeordneten Edgar Naujok im Bornaer Ortsteil Zedtlitz hat sich der Staatsschutz eingeschaltet. „Da die Gesamtumstände der Tat auf eine politische Motivation schließen lassen“, wie die Leipziger Polizei am Mittwochvormittag mitteilte.
Das ist passiert
Unbekannte haben in der Nacht zu gestern (Dienstag) in der Zeit von 22 Uhr bis 9.30 Uhr die Luft an einem Reifen des Mercedes-Transporters rausgelassen und einen Zettel an die Scheibe gemacht. Darauf stand: „!!ACHTUNG!! LEBENSGEFAHR!! Keine Luft im Reifen! Denn: Keine Luft für faschistische Hetzer. Liebe Grüße die AntiFa.“ Der Wagen war laut Naujok auf einem fremden Grundstück abgestellt worden.
„Alles andere als ein harmloser Streich“
Der Bundestagsabgeordnete sei entsetzt: „Dieser Vorfall ist alles andere als ein harmloser Streich“, schreibt er. „Ein Fahrzeug, an dem die Luft aus einem Reifen abgelassen wurde, kann im Straßenverkehr zu einer erheblichen Gefahr werden.“ Es sei großes Glück, dass seine Angestellten keinen Unfall gehabt hätten und niemand zu Schaden gekommen ist. „Nicht auszudenken, was hätte passieren können.“
Gleichzeitig betont er: „Politische Meinungsverschiedenheiten rechtfertigen niemals gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr!“ Wer andere Menschen durch solche Aktionen gefährde, überschreite eine klare Grenze. „Demokratie lebt vom Austausch unterschiedlicher Meinungen, vom Widerspruch und von einer offenen Debatte – nicht von Einschüchterung, Sachbeschädigung oder gefährlichen Aktionen.“
Und: „Wer politische Gegner als Hetzer bezeichnet, sollte sich selbst fragen, ob solche Methoden tatsächlich zu einer demokratischen Gesellschaft passen. Gewalt und Gefährdung sind keine legitimen Mittel der politischen Auseinandersetzung.“ Er werde sich „von solchen Vorfällen“ nicht einschüchtern lassen. „Mein Bürgermobil steht für den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern und für den direkten Austausch vor Ort. Daran wird sich nichts ändern.“


