- Die Talsperre ist nur knapp zur Hälfte gefüllt
An der Talsperre Quitzdorf wird der Stöpsel gezogen
Die flächenmäßig größte Talsperre in Sachsen wird nach mehr als 50 Jahren Dauerbetrieb abgelassen. Das ist notwendig für die umfassende Sanierung des Staubeckens Quitzdorf im Kreis Görlitz. Über sieben Millionen Kubikmeter Wasser werden in den nächsten Monaten kontrolliert in den Schwarzen Schöps geleitet. Abgefischt wird in mehreren Etappen bis zum kommenden Frühjahr. Das teilte die Landestalsperrenverwaltung mit.
Die Talsperre Quitzdorf wird für rund 20 Millionen Euro saniert. So werden die Winkelstützmauern und Grundablässe erneuert, Hochwasserentlastungsanlage, Schlussrinne und Tosbecken ertüchtigt. Die Arbeiten umfassen außerdem die Sanierung der Beckenpegel und des Grundablassgebäudes. Der Reichendorfer Damm wird instandgesetzt, das Schöpfwerk Kollm modernisiert. Die Kosten von rund 20 Millionen Euro übernehmen Bund und Land. Nach Abschluss der Arbeiten Ende 2028 wird wieder angestaut. Dann werden auch wieder Fische eingesetzt.
Der durchschnittlich zwei bis drei Meter tiefe Stausee dient dem Hochwasserschutz. Außerdem wird mit dem Wasser in Trockenperioden der Pegel der Spree gestützt.
