- Nach Ampullen-Funden bei der früheren Kaserne in Chemnitz-Ebersdorf sperrt die Stadt Teile des Waldes. Abseits der Wege gilt jetzt Betretungsverbot.
Ampullen-Alarm: Stadt sperrt Teile des Waldes!
Jetzt zieht die Stadt Chemnitz die Reißleine. Nach den Funden von Ampullen mit zum Teil gefährlichen Chemikalien im Bereich der ehemaligen Kaserne in Ebersdorf werden Teile des Ebersdorfer Waldes, des Grenzwaldes und der südlich davon gelegenen Ruinenflächen gesperrt. Die Stadt hat dafür eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie regelt genau, welche Bereiche betroffen sind. Der Geltungsbereich ist in zwei Lageplänen markiert.
Heißt konkret: Wer dort unterwegs ist, darf markierte oder ausgewiesene Straßen und Wege nicht verlassen. Kein Streifen durch den Wald. Kein Betreten der Ruinenflächen. Kein Herumlaufen auf nicht freigegebenem Gelände.
Hunde an die Leine!
Auch für Hunde gelten jetzt Regeln. Im gesamten betroffenen Gebiet müssen sie ausnahmslos an die Leine. Damit soll verhindert werden, dass Tiere mit möglichen Fundstücken in Kontakt kommen. Ausnahmen gelten nur für Einsatzkräfte wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch Grundstückseigentümer und deren Beauftragte dürfen die Flächen betreten. Weitere Ausnahmen kann die Stadt auf Antrag erlauben, wenn keine Gefahr besteht.
Angst vor weiteren Ampullen
Der Grund für die Sperrung: In den vergangenen Wochen wurden in dem Gebiet Glasbehälter mit Chemikalien gefunden. Die Stadt will mögliche Risiken für die Bevölkerung minimieren. Denn klar ist: In noch nicht untersuchten Bereichen könnten weitere ähnliche Gegenstände liegen.
Erste Ampullen mussten gesprengt werden
Der erste Fund hatte Anfang Mai einen größeren Einsatz ausgelöst. Damals mussten die Ampullen gesprengt werden. Ihr Inhalt galt als explosiv, giftig, krebserregend und nicht transportfähig. Sie mussten vor Ort von Spezialisten gesprengt werden.
