Wird die Alaunstraße bald verkehrsberuhigt?
Der Albertplatz und der Eingang der Alaunstraße in der Dresdner Neustadt sind seit Jahren Kriminalitätsschwerpunkte. Trotz Nachtschlichtern (Freiwilllige, die an Party-Wochenende Hilfe leisten und deeskalieren) und Polizeipräsenz in der Äußeren Neustadt fühlen sich viele hier nicht sicher – vor allem abends und nachts. Der Ortsbeirat Neustadt beschloss deshalb jetzt einstimmig Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, die der Stadtrat jedoch noch absegnen muss.
Zum einen soll Baubürgermeister Stephan Kühn prüfen, ob an den Wochenenden und abends die Alaunstraße vom Albertplatz aus für den Durchgangsverkehr gesperrt werden kann.
Stadtbezirksbeirätin Dr. Katharina Kern, (CDU), erklärt: „Am Albertplatz, Eingang Alaunstraße, geht es um konkrete Gefahrenlagen. Wenn sich dort gerade an warmen Sommerabenden viele Menschen aufhalten, muss der motorisierte Durchgangsverkehr deutlich verlangsamt und reduziert werden. Die derzeitig Situation gefährdet insbesondere Menschen, die aus und in die äußere Neustadt schlendern. Eine temporäre Sperrung zu Stoßzeiten ist ein Gebot der Vernunft.“
Auch die Aufenthaltsqualität am Albertplatz soll verbessert werden - und die hat viel mit der schummrigen Beleuchtung rund um den Artesischen Brunnen zu tun. „Dunkle Bereiche fördern Unsicherheitsgefühle und begünstigen Straftaten. “Der Albertplatz, insbesondere am Eingang der Alaunstraße, ist für viele Menschen abends ein Angstraum – das darf so nicht bleiben.
Gute Beleuchtung und Videoüberwachung sind keine Symbolpolitik, sondern zentrale Bausteine moderner Sicherheitspolitik. Wer gesehen wird, fühlt sich sicherer – und Täter fühlen sich weniger sicher„, so Stadtbezirksbeirat Johannes Schwenk (CDU). Die Lokalpolitiker aller Fraktionen fordern daher eine bessere Beleuchtung am artesischen Brunnen, stationäre Videoüberwachung am Eingang der Alaunstraße und verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungsamt.
Ob die Maßnahmen kommen, hängt vom Stadtrat und den verfügbaren Mitteln im Haushalt ab.
