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Abraumförderbrücke im Tagebau Jänschwalde gesprengt

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Es ist geschehen: Die Abraumförderbrücke F60 im Tagebau Jänschwalde wurde gesprengt. Um 11 Uhr fiel sie zusammen. „Ein letztes ‘Glück Auf’ oder ‘Wieder ein Stück Osten verschwunden’  - so kommentierten Live-Stream-Beobachter den Fall es stählernen, 500 Meter langen Riesen. Über 10.500 Menschen sahen die Sprengung am Bildschirm.

Der Koloss war mehr als 45 Jahre in Betrieb. Durch die Einstellung der Kohleförderung wird der Tagebaugigant nicht mehr gebraucht. Bis zum Herbst werden die Teile verschrottet. 

Die Abraumförderbrücke hat mehr als 3,5 Milliarden Kubikmeter Abraum bewegt und damit fast 660 Millionen Tonnen Braunkohle freigelegt. Mit dieser Menge können 660 Megawattstunden Strom produziert werden. Rechnerisch würde das reichen, um Berlin über ein halbes Jahrhundert mit Strom zu versorgen.

Nun bricht ein neues Zeitalter an -  die Ära der  “Gigawatt Factory„.  Mit Wind- und Solarparks sowie dem  Heinersbrücker, Jänschwalder und Taubendorfer See soll die Region zwischen Cottbus und Forst zum Vorzeigemodell für die grüne Transformation werden.