- Die neue Küche in der JVA Chemnitz. Hier stecken 8,5 Millionen Euro drin.
8,5 Millionen für Zschäpes neue Küche
Schluss mit Töpfen im Container! In der JVA Chemnitz ist die neue Küche fertig. Der Freistaat ließ den gesamten Bereich für rund 8,5 Millionen Euro umbauen. Seit Mitte 2024 wurde gebohrt, entkernt und neu eingerichtet. Jetzt wird auf mehr als 500 Quadratmetern gekocht.
Essen für rund 600 Menschen
Während der Arbeiten musste die Justizvollzugsanstalt ausweichen. Die Mahlzeiten für rund 350 Gefangene und etwa 250 Angestellte kamen aus einer Containeranlage.
Die bisherige Ausstattung war seit 2001 in Betrieb. Nach Angaben des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement war sie technisch überholt und entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen. Nun stehen moderne Geräte bereit. Neue Kühl- und Tiefkühlzellen sorgen für die Lagerung der Lebensmittel. Auch die Umkleiden bieten mehr Platz.
Im Obergeschoss blieb kaum etwas beim Alten
Im Erdgeschoss wurde die bisherige Aufteilung weitgehend erhalten. Die einzelnen Räume ordneten die Planer allerdings neu an. Das Obergeschoss bekam dagegen einen komplett neuen Grundriss. Die Flure verlaufen jetzt an den Außenwänden. In der Mitte liegen Kühlräume für die Vorräte des Tages. Der Koch- und Bratbereich ist offen gestaltet.
Der vorhandene Lastenaufzug blieb erhalten. Außerdem entstanden Aufenthaltsräume, Toiletten und Waschräume für Gefangene und Bedienstete. Die JVA Chemnitz ist das einzige Frauengefängnis für Sachsen und Thüringen. Dort sitzt auch die verurteilte NSU-Terroristin Beate Zschäpe.
Die 8,5 Millionen Euro kommen aus Steuermitteln.
