++ EIL ++

165.000 neue Bäume gegen Borkenkäfer

Zuletzt aktualisiert:

Borkenkäfer und Waldbrände haben die Wälder im und um den Nationalpark Sächsische Schweiz arg gelichtet. Damit sie bald wieder dicht und grün stehen, pflanzte der Sachsenforst 2025 insgesamt 165.000 neue Bäume und Sträucher im Landeswald außerhalb, aber auch innerhalb des Nationalparks.

So wurden insgesamt 78 Hektar Wald u.a. mit Buchen, Eichen, Bergahorn oder auch Lärche und Kiefer aufgeforstet. Ziel des Waldumbaus sind gesunde Mischwälder, die Schädlingen, Klimaveränderungen und auch Bränden in Zukunft besser standhalten. 

Außerdem pflanzten Azubis des Sachsenforstes entlang von Bächen Erlen, um Feuchtbiotope in der Nationalparkregion ökologisch aufzuwerten. Auch mit der begleitenden Pflanzung von Hainbuche, Winterlinde und Flatterulme konnten sie die Baumartenmischung erhöhen. An Waldrändern wurden Sträucher, wie die Hundsrose, Pfaffenhütchen, Schneeball und Kreuzdorn gepflanzt.

Eichen für den Brandschutz

Gemäß dem Waldbrandschutzkonzept, das die Region nach den verheerenden Waldbränden 2022 erarbeitet hat, wurden besonders Eichen rings um gefährdete Einzelgebäude und Gemeinden im Nationalpark gepflanzt. Ein Beispiel dafür ist der Zahnsgrund bei Bad Schandau, wo schnell entzündliche, vom Borkenkäfer befallene Fichten dicht an der „Schrammsteinbaude“ standen und nun durch Eichen ersetzt wurden. 

„Die Vielfalt der gepflanzten Gehölzarten ist eine wesentliche Grundlage für einen klimastabilen Mischwald, der seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion gerecht werden kann und setzt die jahrzehntelange Arbeit des Waldumbaus fort“, sagt Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz.