• FSV-Vorstand Tobias Leege wundert sich einmal mehr über den DFB. © Ralph Köhler/ propicture/ Archiv

    FSV-Vorstand Tobias Leege wundert sich einmal mehr über den DFB. © Ralph Köhler/ propicture/ Archiv

Zwickau-Vorstand verwundert über Forderung des DFB

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Vorstandssprecher Tobias Leege von Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat irritiert auf die Aufforderung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reagiert, wonach die abbruchwilligen Vereine Lösungsvorschläge für die Auf- und Abstiegsregelung vorlegen sollen. «Wir haben in unserem Positionspapier vom 17. April mit sieben anderen Clubs unseren Vorschlag bereits ausführlich beschrieben und zur Diskussion eingebracht», sagte Leege am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sollte es zu einen Saisonabbruch kommen, sollen laut Leege die beiden Erstplatzierten der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufsteigen dürfen. «Wir vertreten auch weiterhin die Auffassung, dass es diese Saison keine Absteiger aus der 3. Liga geben sollte. Im Sinne einer solidarischen Lösung befürworten wir aber auch hier die Aufstockung der Liga um die derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen auf 25 Teams», erklärte Leege. Die Anzahl der Spieltage würde dadurch in der kommenden Saison zwar steigen, was aber durch mehrere englische Wochen über das Spieljahr verteilt oder eine Verkürzung der Winterpause machbar wäre, sagte der FSV-Sprecher. Eine 3. Liga mit zukünftig 22 Mannschaften sei durchaus denkbar. Die Anpassung könne in den nächsten Jahren stufenweise erfolgen.

Entspannt reagierte Leege auf die Androhung des DFB, bei einem freiwilligen Saisonabbruch womöglich entstehende Schadenersatzforderungen auf die Vereine umzulegen. «Von einem freiwilligen Abbruch war unsererseits nie die Rede. Wenn einige Bundesländer wie Sachsen-Anhalt und Thüringen aber keinen Wettbewerb zulassen und deshalb nicht weitergespielt werden kann, handelt es sich um eine unabdingbare Einstellung des Spielbetriebs», erklärte der Jurist.

Zudem verwies Leege darauf, dass auch das Hygienekonzept des DFB umgesetzt und eingehalten werden müsse. «Daran arbeiten wir, aber im Moment sind einige Punkte einfach noch nicht realisierbar. Das hat nichts mit fehlendem Willen zu tun, sondern mit den Möglichkeiten, die für viele Drittligisten begrenzt sind», sagte Leege. (dpa)