Wolf schaut aus der Röhre und wird gerettet

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Eine ungewöhnliche Rettungsaktion hat sich heute Vormittag in Deschka nördlich von Görlitz abgespielt. Ein Wolf steckte in einem zweieinhalb Meter tiefen Gullischacht fest. Er war hineingefallen und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Bemerkt hatte das ein Spaziergänger, der mit seinem Hund Gassi gegangen war. Der Vierbeiner zog Herrchen zum Gulli.  

Eine herbeigeeilte Mitarbeiterin des Wolfsbüros „Lupus“ betäubte den Wolf mit einem Narkosemittel aus einem Blasrohr. Nach kurzer Zeit stieg sie hinab und legte dem Wolf einen Gurt um. Feuerwehrleute zogen ihn schließlich aus dem Schacht.

Die anschließende tierärztliche Untersuchung ergab, dass sich das Tier bei dem Sturz nicht verletzt hat. Das teilte am Nachmittag das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit. Daraufhin sei  entschieden worden, die  Wölfin wieder in die Natur zu entlassen.

Der Fundort liegt im Territorium des Rudels Neißeaue. Bei der jungen Wölfin handele es sich höchstwahrscheinlich um einen Welpen dieses Rudels.

Verletzt hatte er sich offenbar nicht. Er wurde aber vorsorglich zu einem Tierarzt gebracht.