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Wismut-Erbe in Sachsen und Thüringen wird Thema für Wissenschaft

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Der Wismut-Bergbau in Sachsen und Thüringen sowie seine Hinterlassenschaften werden wissenschaftlich untersucht. Wie das sächsische Wissenschaftsministerium am Mittwoch mitteilte, soll die Akademie der Wissenschaften Leipzig Forschungsfelder zum Wismut-Erbe erkunden. Das Projekt läuft bereits seit dem 1. November in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig und der Humboldt Universität Berlin.

Sachsen und Thüringen finanzieren das Vorhaben bis 2021 mit jeweils 200 000 Euro. Bis dahin soll ein Vorprojekt abgeschlossen sein, das "eine verlässliche Wissensbasis über forschungsrelevante Themen, Art, Umfang und Zugänglichkeit von Materialien und über den bisherigen Forschungsstand zum Wismut-Erbe" bringen soll. Überdies soll mittels Zeitzeugen die Lebenswirklichkeit der Menschen im Wismut-Alltag bis hin zu den Erfahrungen in der Umbruch- und Sanierungszeit dokumentiert werden. Im Sommer 2021 ist dann eine Konferenz geplant, auf der Themen für die weitere Wismut-Erbe-Forschung abgesteckt werden sollen.

Das Bergbauunternehmen Wismut AG und später SDAG Wismut hat zwischen 1946 und 1990 Uran in Sachsen und Thüringen für die Atomindustrie der Sowjetunion abgebaut. Das Staatsunternehmen Wismut GmbH ist seit 1991 für die Sanierung und Rekultivierung der Wismut-Hinterlassenschaften zuständig. (dpa)