Wildes 3:3-Unentschieden im Bundesliga-Topspiel

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Autor: sport

RB Leipzig hat in einem turbulenten Spitzenspiel die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga knapp verpasst. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann hat in einer torreichen Partie 3:3 (2:2) Unentschieden beim FC Bayern gespielt. Christopher Nkunku (19.) Justin Kluivert (36.) und Emil Forsberg (48.) sorgten für die ersten Leipziger Bundesligatore in München. Youngster Jamal Musiala (30.) und Routinier Thomas Müller (35. und 75.) trafen für den Triple-Gewinner.

Die noch titellosen Leipziger präsentierten sich im Topspiel als echter Herausforderer. Zwar erklärte Trainer Julian Nagelsmann die kommende und entscheidende Champions-League-Partie gegen Manchester United zum «wichtigeren Spiel», aber eine Schonhaltung nahmen die Sachsen nicht ein. Sie stressten mit hohem Laufaufwand und Aggressivität die ausgeruhteren Bayern. Es entwickelte sich ein hochintensives Spiel mit hohem Tempo, hohem Kräfteverschleiß und auch ruppigen Zweikämpfen.

Die Bayern brauchten einige Anlaufzeit, um Lücken in den von den Leipzigern insbesondere im Zentrum gut zugestellten Räumen zu finden. Und die Sachsen schalteten immer wieder glänzend um. Schon in der 2. Minute schoss Kapitän Marcel Sabitzer an die Latte. Die Münchner Abwehrschwächen offenbarten sich bei den Gegentoren. Emil Forsberg schickte Nkunku wunderbar steil beim Konter - und Nationaltorhüter Neuer patzte, als er hinauslief, aber ins leere grätschte.

Mit einem Doppelschlag schlug die beste Offensive der Liga zurück. Erst traf der 17-jährige Musiala mit einem platzierten Flachschuss. Dann schloss Müller einen Bayern-Spielzug über Robert Lewandowski und Kingsley Coman erfolgreich ab. Der Jubel der Münchner war aber noch von kurzer Dauer - nur wenige Sekunden später sorgte Kluivert mit seinem Tor zum 2:2 - Ausgleich. Der 21-Jährige schob nach Zuspiel von Amadou Haidara ungestört zu seinem ersten Pflichtspieltor für RB ein.

Die defensive Verwundbarkeit der Bayern deckten die Leipziger auch nach der Pause auf. Eine wunderbar geschlagene Flanke von Angelino konnte Forsberg unbedrängt im Zentrum einköpfen - Jérôme Boateng und Niklas Süle hatten den Schweden nicht auf dem Radar. Es war ein echter Wirkungstreffer. Das Aufbäumen der Bayern war erstaunlich matt. Auch die Einwechslung von Serge Gnabry für den wirkungslosen Leroy Sané verpuffte. Aber die Bayern hatten Coman und Müller. Der an allen drei Toren beteiligte Franzose flankte präzise in den Strafraum, wo Müller ungehindert zum 3:3-Endstand einköpfte und den ersten RB-Sieg in München verhinderte.

Bereits am Dienstag gehts für RB in der Champions League weiter. Dann kämpfen die Leipziger gegen Manchester United um den Einzug ins Achtelfinale.