Vorfall bei Notfallversorgung im Kreis Görlitz wird zum Politikum
Im Landkreis Görlitz gibt es weiter unterschiedliche Ansichten zu einem Vorfall bei der Notfallversorgung am 10. Februar in Ebersbach. Die Kreistagsfraktion BSW/Freie Wähler Zittau widerspricht der Darstellung des Landratsamtes, sieht weiter Aufklärungsbedarf und fordert ein unabhängiges Gutachten zur Sicherheit der Notfallversorgung im Oberland.
Es geht um eine Patientin aus Neugersdorf, die wiederbelebt werden musste. Laut Fraktionschef Jens Hentschel-Thöricht sollen neue Insider-Informationen belegen, dass die Aufnahme in Ebersbach am Telefon faktisch abgelehnt worden sei. Das Landratsamt hatte den Vorfall bisher lediglich als „Kapazitätsmeldung“ bezeichnet. Die Patientin habe demnach nur über Umwege auf die Intensivstation gebracht werden können. Hentschel-Thöricht warnt vor einer Beschönigung der Lage.
Die Fraktion berichtet zudem von Hinweisen, dass sich die Notaufnahme in Ebersbach regelmäßig abmelde, was zu gefährlichen Zeitverlusten führe. Die Fraktion fordert eine lückenlose Offenlegung aller Protokolle und Telefonmitschnitte.
