• "Wir werden das Training an die gesetzlichen Vorgaben anpassen", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt © imago images/ picture point

    "Wir werden das Training an die gesetzlichen Vorgaben anpassen", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt © imago images/ picture point

Unter strengen Auflagen: Aue-Profis trainieren ab Montag wieder

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Die Profis des FC Erzgebirge Aue nehmen am Montag wieder das Training auf. Der Fußball-Zweitligist will unter strengen Auflagen im Erzgebirgsstadion erste Einheiten nach der Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie absolvieren. «Uns liegt eine Ausnahmegenehmigung des Sächsischen Innenministeriums sowie des Gesundheitsamtes vor. Wir werden das Training an die gesetzlichen Vorgaben anpassen. An ein geregeltes Mannschaftstraining ist deshalb nicht zu denken», sagte Geschäftsführer Michael Voigt der Deutschen Presse-Agentur.  

Alle Profis müssen einzeln anreisen. Die Einheiten sollen in Kleingruppen mit maximal drei Spielern durchgeführt werden. «Die Spieler haben sich in den vergangenen Tagen zu Hause individuell fit gehalten. Jetzt wollen wir ihnen wenigstens die Möglichkeit geben, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren, wenngleich mit Einschränkungen zu rechnen ist», sagte Voigt. Und weiter: «Wir werden zudem sicherstellen, dass auch in den Kabinen die notwendige Distanz eingehalten wird. Unser Stadion erfüllt dafür mit mehreren Kabinen die Voraussetzungen.» Die Einheiten finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Stadiongelände bleibt für Zuschauer abgesperrt.

Wie Voigt zudem erklärte, kann der FC Erzgebirge seinen Zahlungsverpflichtungen derzeit weiter nachkommen. Dies sei vor allem das Ergebnis des guten Wirtschaftens in den vergangenen Jahren. «Eine akute Insolvenzgefahr besteht für den Verein derzeit nicht. Wichtig wird sein, dass bei allen Mitarbeitern weiterhin die Vernunft vorhanden ist. Dazu gehören auch die Spieler und das Trainerteam», sagte der Geschäftsführer. Das Fachmagazin «Kicker» hatte zuvor berichtet, dass 13 der 36 Proficlubs der beiden höchsten deutschen Ligen von der Insolvenz bedroht wären.

«Wir haben einen Plan bis zum 30. Juni, unter der Voraussetzung, dass zumindest ein Teil der Fernsehgelder generiert werden kann», hatte Präsident Helge Leonhardt am Samstagabend im ZDF-«Sportstudio» gesagt. Sollte die letzte Rate der TV-Gelder ausbleiben, könnte es allerdings «eklig» werden. «Dann müssen wir über andere Szenarien nachdenken. Da kann ich nichts ausschließen – bis hin zur Planinsolvenz», sagte Leonhardt. (dpa)