• Unbekannte Täter haben nun schon zweimal den Zaun des Wildgeheges durchgeschnitten. Beide Male sind mehrere Tiere entflohen. Es geschah immer dann, wenn Falk Ihle auf Arbeit war. Foto: Jan Görner.

    Unbekannte Täter haben nun schon zweimal den Zaun des Wildgeheges durchgeschnitten. Beide Male sind mehrere Tiere entflohen. Es geschah immer dann, wenn Falk Ihle auf Arbeit war. Foto: Jan Görner.

Unbekannte zerschneiden Wildgehege-Zaun in Olbernhau

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Falk Ihle hat in Olbernhau ein privates Wildgehege. Seit 16 Jahren hält er dort Dammwild, doch in den letzten Wochen hat ihm jemand gleich zweimal den Gehegezaun zerschnitten.

Das erste Mal gingen die Täter am 2. Juli zu Werke. Eine Woche später durchschnitten sie den Zaun ein zweites Mal. Acht Damwildweibchen samt ihren Jungen sind seit dem verschwunden.

Für den Olbernhauer bedeutet dies das Ende seines geliebten Hobbys. Lediglich ein Hirsch und zwei Muttertiere mit ihren Jungen sind ihm geblieben. Das Fleisch der Tiere ist für den Eigenbedarf bestimmt. Hin und wieder bekommen auch Freunde etwas davon ab. Damit ist nun Schluss.

Mehrere Kindergärten und Grundschulen haben für ihn in den vergangenen Jahren immer Kastanien als Winterfutter für das Damwild gesammelt und in den Hüttengrund gebracht. Falk Ihle hat ihnen das bezahlt. Das ist nun nicht mehr möglich. Der Olbernhauer braucht das Futter nicht mehr.

Dem Hobby widmet er sich seit 16 Jahren. Früher hatte er Schafe. Bei deren Hege und Pflege half ihm seine Mutter. Nach ihrem Tod konnte er die Schafe nicht mehr halten.

Falk Ihle arbeitet auf Montage. Die wenige Freizeit zu Hause reicht für Betreuung der Schafe nicht mehr aus. Damwild ist da pflegeleichter. Deshalb hatte er sich damals dafür entschieden.

Das Lebensende wird bei dem im Gehege lebenden Wild genauso herbeigeführt, wie das im Wald der Fall ist. Ein Jäger wird mit der Jagd beauftragt.

„Ich weiß nicht, wer mir das angetan hat. Eigentlich habe ich mit niemandem Streit“, sagte Falk Ihle. Der 56-Jährige hat Anzeige erstattet. Nun hofft er, dass die Täter geschnappt werden.

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Falk Ihle