• Timo Werner in seinem letzten Heimspiel für RB Leipzig gegen die Dortmunder Reyna und Haaland.

Trotz Pleite gegen Dortmund - RB kann für Champions League planen

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Autor: dpa

RB Leipzig kann schon für die Champions League planen. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann hat durch das 0:2 gegen Borussia Dortmund zwar den Einzug in die Königsklasse nicht perfekt machen können, hat aber vor dem letzten Spieltag drei Zähler Vorsprung auf Bayer Leverkusen und die deutlich bessere Tordifferenz. Damit ist RB selbst bei einer Niederlage beim Saisonfinale in Augsburg nur noch theoretisch von einem der ersten vier Plätze zu verdrängen.

Leipzig hat sich in jedem seiner bisher vier Bundesliga-Jahre für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Gleich in der Premieren-Saison wurde man Zweiter, im Jahr darauf löste RB als Sechster das Ticket für die Europa League. In der vergangenen Saison führte Ralf Rangnick die Mannschaft auf Platz drei und damit zurück in die Königsklasse. In der aktuellen Saison ist Leipzig noch in der Champions League vertreten, spielt im August in Lissabon sein Viertelfinale.

Vor dem Anpfiff verabschiedete Leipzig noch seinen wertvollsten Angestellten. Timo Werner, der nach Saisonende für 53 Millionen Euro zum FC Chelsea wechselt, posierte mit Vorstandsboss Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Markus Krösche für ein schnelles Foto, erhielt zudem eine Collage seiner Leipziger Zeit.

Die Begegnung gegen den BVB war zunächst keine bleibende Erinnerung. Die Gäste hatten das Spiel nach gut zehn Minuten im Griff, ließen den Ball stark zirkulieren und hatten durch Haaland (10.) und Thorgan Hazard (13.) gute Möglichkeiten. Haaland (15.) schoss nach einem wunderbaren Pass von Hazard direkt auf RB-Keeper Peter Gulacsi. Der ungarische Nationalspieler war auch beim nächsten Haaland-Versuch eine Minute später zur Stelle.

Dann hatte RB mächtig Glück. Stürmer Patrik Schick foulte Axel Witsel auf Höhe der Mittellinie von hinten und ohne Chance auf den Ball. Schiedsrichter Felix Zwayer beließ es allerdings bei einer Gelben Karte. In der Folge ließ Dortmund die Leipziger etwas kommen - und RB tappte in die Konter-Falle. Julian Brandt leitete den Angriff über die rechte Seite ein, der erst 17 Jahre alte Giovanni Reyna leitete weiter und Haaland verwandelte eiskalt zur Führung.

Kurz vor der Halbzeit der nächste Schock für RB. Kapitän Marcel Sabitzer musste mit einer Knieverletzung raus, der Österreicher humpelte nach 39 Minuten direkt in die Kabine. Und Werner? Der hatte eine Minute später seine erste gute Chance aus spitzem Winkel, aber BVB-Torwart Roman Bürki rettete mit der Fußspitze.

Julian Nagelsmann reagierte in der Halbzeit. Mit Tyler Adams stärkte er die Mittelfeldzentrale, in der Abwehr wurde aus einer Dreier- eine Viererkette. Der unmittelbare Effekt blieb allerdings aus. Haaland (47.) spielte Mateu Morey frei, doch der vergab aus gut zehn Metern die große Chance zum zweiten Tor und schob den Ball vorbei. Leipzig fand offensiv kein Mittel, der BVB hatte Haaland. Doch die Latte verhinderte das zweite Tor des Angreifers (52.)

Nach 70 Minuten war Werners letzter Heim-Auftritt in Leipzig beendet. Nagelsmann nahm den glücklosen Angreifer runter, brachte dafür Christopher Nkunku. Der Leipziger Kreativität half das nur bedingt, bis zum Ende fand sich kaum ein Mittel gegen die Dortmunder Abwehr. Die beste RB-Chance von Angelino (85.) in der druckvolleren Schlussphase verhinderte erneut Bürki, ehe Haaland (90.+3) den Doppelpack perfekt machte.