Späte Pleite gegen den HSV

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Gekämpft, gezittert und dann doch noch spät verloren. Dynamo Dresden muss den Anstrengungen der letzten Tage Tribut zollen und unterlag am Freitagabend dem Hamburger SV knapp mit 0:1 (0:0). Somit bleibt Dynamo Schlusslicht in der 2. Fußball-Bundesliga. Joel Pohjanpalo (84.) erlöste die Hanseaten, die ihre Chance auf die Rückkehr in die 1. Bundesliga wahren. Dynamo muss im Abstiegskampf auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen.

«Der HSV hat verdient gewonnen, war klar die bessere Mannschaft. Dann war es eine Abwehrschlacht, wir haben gemerkt, dass die Körner verloren gehen, dann sind die Kräfte geschwunden. Ich hatte lange auf ein Remis gehofft, diese eine Aktion hat dann zum Tor geführt», sagte Markus Kauczinski, der sein Team drei Tage nach dem Remis gegen Fürth auf sechs Positionen veränderte. Von Beginn an dabei war auch Stürmer Simon Makienok, der trotz Sprunggelenksprobleme für die notwendige Torgefahr sorgen sollte. Ihm zur Seite stand Ransford Königsdörffer. Der 18-Jährige feierte nach bisher drei Kurzeinsätzen sein Startelf-Debüt für Dynamo.

Beide Angreifer sorgten zu Beginn für einigen Wirbel und setzen die ersten Akzente im Spiel. Doch mehr als ein geblockter Schuss von Patrick Ebert (3.) und der misslungene Versuch eines Hebers von Makienok (13.) sprangen für die Hausherren nicht heraus.

Dynamo versteckte sich anfangs nicht, Hamburg war jedoch gefährlicher. Allein Martin Harnik (7./19./29./36.) hätte mehrfach im ersten Durchgang für klare Verhältnisse sorgen können. Doch entweder wurde der Außenbahnspieler im letzten Moment geblockt oder er schoss über das Tor.

Nach knapp 20 Minuten hatten beide Teams dann ihre Rollen gefunden. Der Aufstiegsaspirant aus Hamburg war deutlich überlegen und versuchte sich das Schlusslicht zurechtzulegen. Dem Team von Dieter Hecking fehlte jedoch die Ruhe und Abgeklärtheit vor dem Tor. Dynamos Schlussmann Kevin Broll musste nur einmal im ersten Durchgang eingreifen, als er kurz vor dem Pausenpfiff einen Schuss von Sonny Kittel (45.) aus knapp 20 Metern parierte. Nur ein Minute zuvor schoss der Außenbahnspieler aus ähnlicher Position drüber.

Dynamo wartete auf Fehler des Favoriten, konnte aber nur einmal fast davon profitieren. Nach einer ehrgeizigen Balleroberung von Patrick Ebert (41.) spielte der Mittelfeldspieler jedoch den Ball dem lauernden Makienok zu sehr in den Rücken.

Auch im zweiten Durchgang hatte Hamburg mehr Ballbesitz, konnte jedoch weniger Ertrag daraus ziehen. Auch Dresden wagte sich wieder häufiger vor das Tor von Julian Pollersbeck. Eine echte Torchance sprang dabei jedoch nicht heraus. «Es war ein verdienter Sieg, wir wussten, dass Dynamo alles in die Waagschale werfen wird», bilanzierte HSV-Coach Dieter Hecking.

Hamburgs beste Chance durch Pohjanpalo (71.) war eher ein Zufallsprodukt. Nach einem Schuss des eingewechselten Louis Schaub wird der Finne am Kopf getroffen und fälscht den Ball an die Latte ab. 13 Minuten später macht es Hamburgs Torjäger besser. Auf Hereingabe von Tim Leibold grätschte er zum Siegtreffer für die Hanseaten ein. «Wir waren da stehend k.o.», sagte Kauczinski.