• Symbolbild. Foto: Pixabay

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Schweinepest - Übung in der Oberlausitz

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Die Lausitz trifft Vorbereitungen für den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest. In den Landratsämtern wurden Pläne für den Fall der Fälle erarbeitet, Schweinezüchter über die Risiken der Seuche aufgeklärt. Die Landwirte sind sie angehalten, Zäune zu überprüfen sowie Fahrzeuge und Technik korrekt zu reinigen.

In dieser Woche werden an verschiedenen Orten in Sachsen unterschiedliche Szenarien trainiert, so auch bei uns in der Oberlausitz, in Schirgiswalde-Kirschau. Im Ernstfall soll so eine reibungslose Kommunikation zwischen Kommunen, Behörden, Jägern und Landwirten sichergestellt werden.

Das Virus wurde seit Mitte November bei etwa zwei Dutzend Wildschweinen in der westpolnischen Woiwodschaft Lebus nahe der Grenze zu Brandenburg nachgewiesen, vor wenigen Tagen wurde ein weiterer Fall in der Nähe der Ortschaft Kuttlau nördlich von Glogau in Niederschlesien bekannt.

Für den Menschen sind die Viren ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber meist tödlich. Dennoch: Wer im Wald ein totes Wildschwein entdeckt, soll es keinesfalls anfassen, stattdessen so schnell wie möglich Jäger oder Polizei informieren. Jeder Jäger sei mit einem Set ausgerüstet, mit dem er rasch Proben entnehmen könne. Jeder Bürger kann dabei helfen, dass sich die Seuche nicht ausbreitet.

Der Mensch gilt als größter Risikofaktor für die Verbreitung des Virus: durch infizierte und weggeworfene Lebensmittel, die von Wildschweinen gefressen werden, oder durch Verunreinigungen an Fahrzeugen.