1:2-Niederlage: RB patzt in Köln

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RB Leipzig hat wohl auch die letzte kleine Chance auf den Titel in der Fußball-Bundesliga verspielt. Die Sachsen verloren am Dienstag beim akut abstiegsbedrohten 1. FC Köln 1:2 (0:0). Damit kann der FC Bayern München am Abend mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen auf zehn Punkte davonziehen. Der FC schöpfte dagegen nach dem ersten Sieg im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Friedhelm Funkel wieder Hoffnung. Mit 26 Punkten schlossen die Kölner zum Drittletzten Hertha BSC auf. Jonas Hector war mit zwei Toren bei den Gastgebern der Matchwinner (46. und 60. Minute). Für Leipzig konnte Amadou Haidara zwischenzeitlich ausgleichen (59.).

"Generell ist es egal, wer die Tore bei uns schießt. Die haben uns in den letzten Wochen gefehlt. Mir tut es auf jeden Fall gut, unter den Torschützen zu sein», sagte Hector und fügte hinzu: «Vielmehr muss man die Mannschaftsleistung herausstellen. Wir haben alle kämpferisch eine überragende Leistung abgeliefert. Das ist der Schlüssel.» Fußball sei ein Tagesgeschäft. «Es ist schön, dass wir jubeln durften. Für die nächsten Wochen tut uns das extrem gut.»

Funkel, der den FC zuletzt am 18. Oktober 2003 bei einem 1:0-Sieg gegen Freiburg mit Kollege Volker Finke betreut hatte, stellte in der Offensive dreimal um. Wer beim FC vorne spielte, war zunächst aber völlig egal, denn gefordert war nur die Defensive. Die von Julian Nagelsmann gegenüber dem 0:0 am Freitag gegen Hoffenheim gleich auf fünf Positionen veränderten Gäste überfielen den FC regelrecht und ließen dem Abstiegskandidaten kaum Luft zum Atmen. Nach sieben Minuten waren schon 5:0 Torschüsse für die Gäste notiert. Das erhoffte frühe Tor wollte aber nicht gelingen.

Nach etwa zehn Minuten berappelte sich der zunächst komplett überrumpelte FC und agierte nun geordneter. Dennoch war Leipzig dominant und betrieb wahren Chancenwucher. 13:3 Torschüsse wies die Statistik zur Pause aus, aber keinen Treffer. Die besten Gelegenheiten vergaben Haidara (3.) und Nordi Mukiele, die freistehend verzogen (36.), und Alexander Sörloth, dessen Kopfball Timo Horn parierte (41.).

Und nach der Pause bekam RB dann prompt die Quittung. 56 Sekunden waren gespielt, als Hector eine Flanke von Jannes Horn zur Führung einköpfte. Selbst Funkel schien so überrascht, dass er kaum jubelte. Nagelsmann zog sich zornig auf die Bank zurück. Leipzig wurde nun energischer. Doch nach dem Ausgleich von Haidara kippte das Spiel nicht etwas sofort. Im Gegenteil, die Kölner schlugen erneut durch Hector fast umgehend zurück. Diesmal jubelte auch Funkel, so energisch, dass ihm ein Zettel aus der Hand fiel. Sein 34 Jahre jüngerer Kollege Nagelsmann wurde dagegen immer wütender und legte sich mit dem Schiedsrichter an. Auch Funkel war in der spannenden Schlussphase kaum zu bändigen. Dafür gab es die Gelbe Karte.