Oper "Der Freischütz" wird gefeiert

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Im Juni wird die Oper „Der Freischütz“ 200 Jahre alt. Mehrere Sächsische Häuser wollen den Geburtstag von Webers berühmtester Oper mit Ausstellungen und Konzerten feiern.

Das Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden-Hosterwitz, wo der Hofkapellmeister im Sommer gelebt und mit Librettist Johann Kind ein positives Stückende ersonnen hatte, gestaltet ab August eine Ausstellung zur Entstehung und Rezeption des Bühnen-Hits. Spezielle Inszenierungen während des Nationalsozialismus und in der DDR werden dargestellt. Die Landesbühnen Sachsen, die seit dem Sommer 1956 alljährlich den „Freischütz“ auf der Felsenbühne Rathen spielen, wollen im Juni konzertante Fassungen erstmals im Garten des Weber-Museums und im Areal des Schlosses Seifersdorf bei Radeberg geben.
Hier besprach der Besitzer Carl von Brühl mit Weber den Auftrag und die Uraufführung des Stücks. Der Graf, Generalintendant der königlichen Theater zu Berlin, wollte damit das neuerbaute Schauspielhaus in Berlin eröffnen und drängte den Komponisten. Der tat sich zunächst schwer, war zu sehr beschäftigt. Brühl war es auch, der der Oper wenige Tage nach ihrer Fertigstellung im Mai 1820 den heutigen Titel gab. Ursprünglich sollte das Stück „Die Jägersbraut“ heißen.