• Obermeister der Friseurinnung Ostsachsen, Karl-Heinz Peter: „Die Kunden brauchen uns. Einige haben es selbst versucht. Das war dann meist ein Reinfall für sie". Foto: kmk

    Obermeister der Friseurinnung Ostsachsen, Karl-Heinz Peter: „Die Kunden brauchen uns. Einige haben es selbst versucht. Das war dann meist ein Reinfall für sie". Foto: kmk

"Friseuren gelingt Neustart"

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Den meisten Friseuren in der Oberlausitz ist der Neustart nach der Corona-Zwangspause gelungen. Die Kunden hätten gemerkt, dass es ohne nicht gehe. „Die Kunden brauchen uns. Einige haben es selbst versucht. Das war dann meist ein Reinfall für sie", so die Bilanz von  Karl-Heinz Peter, Obermeister der Friseurinnung Ostsachsen, im Interview mit unserem Sender. Die ersten drei Wochen nach der Lockerung arbeiteten viele Friseure bis zur Belastungsgrenze. Die Terminbücher waren voll. "Wir haben fast zwölf Stunden am Stuhl gestanden. Das hat dann fast keinen Spaß mehr gemacht", so Peter.

Inzwischen habe sich die Situation in vielen Salons wieder normalisiert. Der Umsatzausfall in den sechs Wochen, als die Friseure ihre Geschäfte geschlossen halten mussten, könne allerdings nicht kompensiert werden.

Vor allem Inhaber von Kleinstbetrieben müssen nun sehen, wie sie um die Runden kommen. „Sie haben häufig nur zwei oder drei Bedienplätze, von denen einer wegen der Abstandsregeln gesperrt bleiben muss". Da sieht der Obermeister der Friseurinnung Ostsachsen, zu der rund 40 Salons gehören, ein Problem. Schichtarbeit könnte eine Lösung sein.

Zu den Hygieneauflagen gehört, dass die Kunden ihre Hände desinfizieren, sich in eine Liste eintragen und während der Behandlung den Mund-Nase-Schutz tragen, wie auch die Friseure. "Acht bis zwölf Stunden mit der Maske ist nicht schön. Aber Vorschrift ist Vorschrift". Peter zufolge seien drei Salons im Kreis Görlitz geschlossen worden, weil die Inhaber die Regeln nicht eingehalten hätten.

Die Kosten für Desinfektionslösung, Absperrbänder und Gesichtsmasken werden in der Regel an die Kunden weitergegeben. Kunden müssten zwischen einem und drei Euro mehr zahlen.

Audio:

Karl-Heinz Peter, Obermeister der Friseurinnung Ostsachsen

Reporter Knut-Michael Kunoth