Nach Pokal-Aus: Veilchen wollen sich auf Schalke nicht verstecken

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1.111 Tage nach dem bislang letzten Aufeinandertreffen tritt Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue am Freitagabend (Anstoß 18:30 Uhr) erstmalig in einem Pflichtspiel beim FC Schalke 04 an und will mindestens einen Punkt mitnehmen. Hoffnung gibt die Partie gegen den Bundesliga-Absteiger zur Auer Stadioneröffnung am 29. Juli 2018, als Aue den damaligen Erstligisten 1:0 bezwingen konnte. „Schalke hat im Sommer mit dem Abstieg viel durchgemacht, sie müssen sich noch finden. Daraus wollen wir Profit schlagen und einen Punkt mitnehmen“, sagte Kapitän Martin Männel vor der Abreise am Donnerstag.

Das Pokal-Aus gegen den FC Ingolstadt (1:2) am Montag wurde aufgearbeitet und ist vergessen. „Schalke ist ein Gegner mit einer unfassbaren Qualität. Wir sind bereit, einen Kampf zu liefern, wissen aber auch, wie schwer das werden wird. Aber wir werden den Jungs das klare Gefühl geben, dass es etwas zu holen gibt“, sagte Chefcoach Aliaksei Shpileuski und forderte viel Intensität, viel Mut und viel Vertrauen in die Dinge, die ihm vorschweben.

Dabei kommt es auch darauf an, Schalke-Stürmer Simon Terodde gemeinschaftlich zu bremsen. „Gegen ihn ist es schwer, Lösungen zu finden, seine Präsenz in der Box kann man nicht zu 100 Prozent verhindern. Die Mannschaft ist darauf aber gezielt vorbereitet.“

Abwehrchef Sören Gonther hofft auch darauf, dass Schalke die Auer unterschätzt. „Da kommt nicht der große FC Bayern, sondern das kleine Erzgebirge Aue. Die Erwartung bei den Schalke-Fans dürfte groß sein auf viele Tore. Die wollen wir mit einem 90-minütigen Kampf, mannschaftlicher Geschlossenheit und auch individueller Qualität durchkreuzen und Schalke weh tun“, sagte Gonther.

Unter den 20.768 zugelassenen Zuschauern werden auch 1.000 Gäste-Fans sein. Verzichten muss Shpileuski auf Ognen Gnjatic, der sich in Ingolstadt eine leichte Muskelverletzung zugezogen hat. Zudem stehen die Langzeitverletzten Jan Hochscheidt, Florian Ballas, Nicolas-Gerrit Kühn und Malcolm Cacutalua noch nicht zur Verfügung. (dpa)