Axtmord von Syrau - 28-Jähriger schweigt zu Vorwürfen

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Zum Prozessauftakt um den Axtmord von Syrau hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Dagegen berichtete ein Polizist, der am frühen Morgen des 12. April als erster am Tatort war, vom damaligen Geständnis des Mannes. Der 28-Jährige habe ihm gesagt, er hätte nicht gedacht, dass so viel Blut spritzt, wenn man einem Menschen eine Axt auf den Kopf schlägt. Auch ein psychiatrischer Gutachter berichtete, dass der Angeklagte bei einer Untersuchung gesagt habe, er habe dem Mann "eine Axt in den Kopf geschlagen".

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seinen Bekannten im Schlaf überrascht zu haben. Erst habe er ihm eine Bierflasche auf den Kopf geknallt, dann mit einem Küchenmesser zugestochen und ihm fünf mal kräftig eine Axt auf den Kopf geschlagen. Daraufhin sei das Opfer verblutet. Die Anklage lautet auf Mord im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. Der Angeklagte soll zum Zeitpunkt des Angriffs betrunken gewesen sein, ein Atemalkoholtest am Tatort hatte rund 2 Promille ergeben. Auslöser für die Bluttat sei ein Streit um einen Handystecker gewesen, hieß es.

Für den Prozess am Landgericht Zwickau sind vorerst zwei weitere Termine am 11. und 23. November geplant. (dpa)

Erstmeldung Mittwoch, 05:27 Uhr

Rund ein halbes Jahr nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Syrau im Vogtland beginnt am Mittwoch (9.00 Uhr) der Mordprozess gegen einen 28-Jährigen. Die Anklage wirft ihm vor, dem Mann nachts eine Bierflasche auf den Kopf geknallt, mit einem Küchenmesser auf ihn eingestochen und mehrfach mit einer Axt auf den Kopf geschlagen zu haben. Das Opfer sei von der Attacke überrascht worden, als es im Bett lag. Dem Ganzen soll ein Streit um einen Handystecker vorausgegangen sein. Der Angeklagte war den Angaben nach bei der Tat betrunken und deswegen vermindert schuldfähig. Das könnte das Strafmaß verringern. Der 28-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Für den Prozess hat das Landgericht Zwickau vorerst zwei weitere Verhandlungstage am 11. und 23. November anberaumt. (dpa)