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Mehr Geld für Viadukt-Sanierung in Rabenstein

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Das alte Eisenbahnviadukt in Rabenstein kann jetzt doch endlich saniert werden. Der Stadtrat hat das Budget für die anspruchsvolle Baumaßnahme von 1,8 auf 2,6 Millionen Euro erhöht. Damit kann das Projekt noch einmal neu ausgeschrieben werden.

Die ersten Angebote der Baufirmen hatten den finanziellen Rahmen gesprengt. Weil es fest eingeplante Fördermittel gibt, kann die Sanierung der Brücke aber nicht länger aufgeschoben werden. Im Frühjahr 2021 soll es los gehen. Die Arbeiten dauern dann ca. bis Mitte 2022.

Das Viadukt, das zurzeit als Fußgängerbrücke und Wanderweg genutzt wird, befindet sich in einem schlechten Zustand. 2009/2010 war bereits das hintere Widerlager instandgesetzt worden. Am übrigen Bauwerk sind aber bislang keinerlei Instandhaltungsmaßnahmen erfolgt. Nach 122 Jahren Standzeit sind insbesondere am Stahlfachwerk entsprechende Maßnahmen dringend notwendig.

Die Bauwerksuntersuchung im April 2017 ergab, dass alle Bauteile durch den praktisch nicht mehr vorhandenen Korrosionsschutz angerostet, zum Teil fast durchgerostet sind. Auch die Brüstungs- und Gesimssteine sind geschädigt und verwittert. Einige Steine sind lose bzw. fehlen.

Beim Stahlfachwerk sollen die stark geschädigten Bauteile ausgetauscht werden, die anderen Bauteile werden abgestrahlt. Danach erhält das Stahlfachwerk einen neuen Korrosionsschutz. Neben der touristischen Bedeutung des Bauwerkes hat es einen hohen Stellenwert als technisches Denkmal und muss daher in seiner ursprünglichen Substanz erhalten werden. Künftig soll das Viadukt auch für Radfahrer nutzbar sein, die Nutzbreite wird demnach mit 3 Metern und die Höhe der Geländer mit 1,30 Metern geplant. Außerdem ist geplant, das Bauwerk künftig bei Dunkelheit von vier LED-Strahlern zu beleuchten.