Kein Nachwuchs - Elefantenbulle Tembo geht nach Wien

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Die ambitionierte Elefantenzucht im Dresdner Zoo hat einen Dämpfer bekommen. Nach zwei Jahren wird der potente Bulle Tembo aus Berlin den Tierpark demnächst in Richtung Wien  verlassen. «Der Versuch ist nicht geglückt», sagt der Zoologische Leiter Wolfgang Ludwig. Die Kühe der Dresdner Herde wurden nicht trächtig. An der Chemie hat es offenbar nicht gelegen. «Sie haben regelmäßig kopuliert.»

Warum es dennoch nicht geklappt hat, ist unklar. Um das in der verbleibenden Zeit herauszufinden, fehle ein Tierarzt. Nun sind vor allem die Pfleger, die mit den Elefanten arbeiten, enttäuscht. «Wir würden den Bullen gern behalten», sagt Ludwig. Immerhin hat der aus Simbabwe stammende Tembo schon sieben Jungtiere gezeugt. Und der 35-Jährige fühlt sich wohl in der Dresdner Elefanten-WG mit Drumbo, Mogli und Sawu.

Ob es eine neue Chance mit einem anderen Elefanten gibt, ist offen. «Für den Zoo wäre es schön, wenn noch Jungtiere kämen», sagt Ludwig. Er würde es auch den beiden Dickhäute-Damen wünschen, denen die Erfahrung der Mutterschaft noch fehlt. Mit Mitte 20 sind sie in einem Alter, «wo man dranbleiben muss und jedes Jahr, wenn nicht jeder Monat zählen». Das wäre laut Ludwig auch für die Population Afrikanischer Elefanten in Zoos überhaupt wichtig. «Eine Garantie gibt es natürlich nie.»