• Baustelle der JVA in Marienthal: sieben Kräne drehen sich innerhalb der Mauer.

JVA in Marienthal: Rohbau nimmt Fahrt auf

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Nach alten Plänen sollte die JVA in Marienthal vor zwei Jahren fertig sein. Wirklich fertig wurden bisher das Regenrückhaltebecken und die Mauer. Doch inzwischen tut sich etwas auf der Baustelle. Bei über der Hälfte der Gebäude haben die Rohbauarbeiten begonnen. Bei einigen ragen schon Wände für das Erdgeschoss in die Höhe. Das zeigte sich am Freitag bei einem Rundgang der Justizminister von Sachsen und Thüringen.

Beim Blick auf die Baustelle entstand auch ein Eindruck, wie das Großgefängnis einmal aussehen soll. In der Mitte werden wie aufgefädelt sieben Hafthäuser stehen. Hinzu kommen unter anderem zwei große, langgezogene Gebäude zwischen den Hafthäusern und der Gefängnismauer: auf der Seite zur Bülaustraße das Werkstattgebäude und auf der Seite zu den Eisenbahngleisen ein Multifunktionsgebäude. Auch ein Sportplatz und eine Turnhalle werden gebaut und eine Hundehütte.

Wenn in dem Tempo weitergebaut wird, scheint es realistisch, dass der aktuelle Zeitplan erfüllt wird und die JVA im zweiten Quartal 2024 fertig ist. Ein Fragezeichen steht hinter den Baukosten. Sie wurden mehrmals hochgesetzt. Momentan ist von 235 Millionen Euro die Rede. Dass die nicht reichen, hielt Dirk Dietrichs vom sächsischen Finanzministerium für möglich, denn: „Die Baupreise gehen momentan durch die Decke“.

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Lutz Reinhold von der Bürgerinitiative gegen die JVA: