• Die alte Furnierhalle vor dem Umbau zum Jugend-soziokulturellen Zentrum. Foto: Archiv (kmk)

    Die alte Furnierhalle vor dem Umbau zum Jugend-soziokulturellen Zentrum. Foto: Archiv (kmk)

  • Richtfest im September 2018. Foto: kmk

    Richtfest im September 2018. Foto: kmk

  • Foto: Archiv (kmk)

    Foto: Archiv (kmk)

Jugend-soziokulturelles Zentrum Görlitz wird Anfang April eröffnet

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Es hat länger gedauert als ursprünglich geplant. Nun aber rückt die Eröffnung des Jugend-soziokulturellen Zentrums in Görlitz näher. Am 3. April öffnen sich die Türen, sagte uns Christian Thomas vom Verein „Second Attempt“. An diesem Tag wird es einen offiziellen Empfang geben, am Tag darauf wollen die Betreiber mit vielen Görlitzern die Eröffnung feiern – mit Hip-Hop und Breakdance und einem Bürgerforum.

Atelier- und Probenräume und ein Saal

Für das Zentrum, das  zu einem Treffpunkt der Generationen werden soll, wurde eine denkmalgeschützte Halle auf dem Gelände des alten Waggonbauwerkes saniert und umgebaut. Besucher können z.B. Atelier-, Werkstatt- und Probenräume nutzen. Es gibt einen Saal mit 300 Plätzen und eine Bar.

Die Baukosten waren mit 3,3 Millionen Euro veranschlagt worden. Gut eine Million Euro steuerte das Land bei. Baustart war Anfang 2018. Die ursprünglich für das Frühjahr 2019 geplante Übergabe musste verschoben, die Planung nachgebessert werden, und zwar wegen der hohen Anfor­de­rungen  an den Brand­schutz und  Denkmal­schutz. Die Kosten stiegen.

Forderung vieler junger Görlitzer geht in Erfüllung

„Noch wird fleißig gebaut. Parallel packen wir aber schon die Umzugskisten“, so Thomas. Der Verein „Second Attempt“ hat seinen Sitz auf dem Gelände einer benachbarten Industriebrache hat, der alten Görlitzer Hefefabrik. Die Betreiber haben schon Anfragen bekommen. So soll im Jugend-soziokulturellen Zentrum die diesjährige Aftershow-Party des Straßentheaterfestivals „Via Thea“ steigen.

Mit dem Zentrum geht eine Forderung vieler junger Görlitzer in Erfüllung. Sie hatten 2012 den Stadtrat besetzt und damit Druck auf die Politik gemacht. Der damalige Oberbürgermeister Siegfried Deinege nahm die Forderung auf. 2016 wurde der „Second Attempt“-Verein als Betreiber bestimmt, ein Jahr später fasste der Stadtrat den Baubeschluss.

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Reporter Knut-Michael Kunoth