Glauchau bekommt Zuschüsse für Bismarckturm-Sanierung

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Für die weitere Sanierung des Bismarckturms erhält Glauchau Geld von Bund und Land. Staatsminister Thomas Schmidt (CDU) übergab Oberbürgermeister Peter Dresler (CDU) am Montag Förderbescheide über insgesamt 360.000 Euro.

Der Aussichtsturm ist 45 Meter hoch und war Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren von Otto von Bismarck, dem ersten Reichskanzler, als Aussichts- und Wasserturm errichtet worden. Das Bauwerk beherbergt einen zehn Tonnen schweren, mit Beton ummantelten Wasserspeicher. Dieser Wassertank wurde bis Ende 2005 genutzt und diente der Wasserversorgung der Oberstadt. Mit dem zweiten Bauabschnitt wird neben der Sanierung der vierten, obersten Ebene des Turmes auch der Tank instandgesetzt. Er soll anschließend als Ausstellungsraum genutzt werden.  

Die Räume der ersten Turmetage wurden von 1925 bis 1939 als Jugendherberge mit 38 Betten und acht Notlagern genutzt. Die bereits 1923 eingerichtete Turmwächter-Wohnung diente hierbei als Domizil des Herbergsvaters. Nach Jahren des Leerstandes wurde diese Wohnung von 1957 bis 1972 als Betriebswohnung der Wasserwirtschaft genutzt. Seit der Sanierung im Jahr 1992 dient dieser Bereich als Museum.