• Neben dem Angeklagten Verteidiger Christian Penning. Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

    Neben dem Angeklagten Verteidiger Christian Penning. Foto: Tele-Lausitz (Danilo Dittrich)

Fleischerbeil-Attacke - Nieskyer kommt bald wieder frei

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Ein Nieskyer hat einen 18-Jährigen im Drogenrausch mit einem Fleischerbeil das Schädeldach gespalten und fast umgebracht. Ins Gefängnis kommt der 24-Jährige aber nicht. Er ist schuldunfähig. Das Landgericht Görlitz schickte ihn heute zur Drogen-und Alkoholtherapie in eine Anstalt. Wenn er geheilt ist, kommt er voraussichtlich nach zwei Jahren frei. Sollte er rückfällig werden, muss er in die Psychiatrie. Die Bewährungszeit beträgt fünf Jahre.

Ein Gutachter hatte bei dem Beschuldigten eine „drogeninduzierte Psychose“ festgestellt, also eine schwere seelische Abartigkeit. Die Einschätzung führte dazu, dass der Nieskyer als schuldunfähig eingestuft wurde.

Die Tat geschah im Juli vergangenen Jahres in der Wohnung des Nieskyers. Beide hatten Drogen genommen. Plötzlich griff er zu einem Fleischerbeil und holte aus. Danach lief er auf die Straße, machte auf Passanten einen verwirrten Eindruck. Er wurde in die Psychiatrie gebracht. Dort offenbarte sich der Nieskyer - Stunden später - einem Arzt.

Das Opfer überlebte die Attacke mit dem Fleischerbeil fast wie durch ein Wunder. Er konnte durch eine Notoperation gerettet werden.

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erteidiger Christian Penning ist mit dem Urteil zufrieden