• (Quelle: dpa Bildfunk)

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Ermittlungen laufen auf Hochtouren - Einbruch ins Grüne Gewölbe wurde nachgestellt

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Genau eine Woche nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe hat die Polizei die Tat nachgestellt. Am Montagmorgen sind die Fahnder in das Juwelenzimmer eingestiegen. Kurz vor fünf, zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag, haben sie die äußere Sicherung überwunden, um ans Fenster zu gelangen.

Parallel dazu haben Staatsanwaltschaft und Polizei die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums geprüft. Für die Aufklärung des Falles hat die Soko Unterstützung von der Hochschule Mittweida.

Experten sollen insbesondere das umfangreiche Videomaterial analysieren und eventuell die Qualität verbessern. Bei der Polizei sind inzwischen 516 Hinweise eingegangen. Einen dringenden Tatverdacht gegen eine konkrete Person gibt es aktuell noch nicht.

Die Pressemitteilung der Stadt zum Nachlesen:

Landeshauptstadt Dresden

Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe

·         Tatablauf nachgestellt
·         Hochschule Mittweida analysiert Videomaterial
·         Bisher 516 Hinweise eingegangen

Staatsanwaltschaft und Polizei haben am 02.12.2019 den Ablauf des Einbruchs in das Historische Grüne Gewölbe nachgestellt. Zur gleichen Uhrzeit wie am Tattag überwanden Fahnder die äußere Sicherung, um bis an das Fenster zu gelangen. Gleichzeitig prüften Staatsanwaltschaft und Polizei die Abläufe in der Sicherheitszentrale sowie die technischen Abläufe innerhalb des Museums bei dem nachgestellten Einbruch.

Für die Aufklärung des Falles nutzt die Sonderkommission auch externen Sachverstand der Hochschule Mittweida. Experten sollen insbesondere das umfangreiche Videomaterial analysieren und durch technische Lösungen dessen Qualität verbessern. Davon erhoffen sich die Ermittler neue Fahndungsansätze.

Der am 01.12.2019 erfolgte Fahndungsaufruf innerhalb der Sendung „Kripo Live“ erbrachte weitere Hinweise. Bislang sind insgesamt 516 Hinweise eingegangen, davon 160 über das geschaltete Hinweisportal.

Leitender Oberstaatsanwalt Klaus Rövekamp und Polizeipräsident Jörg Kubiessa: „Neue Hinweise können mitunter eine sehr schnelle Reaktion der Ermittler erfordern. Plötzliche Exekutivmaßnahmen wie Durchsuchungen und Vernehmungen sind daher jederzeit möglich. Die Ermittlungen sind allerdings inzwischen in einem Stadium, dass die Veröffentlichung einzelner Ermittlungsmaßnahmen den Erfolg des gesamten Verfahrens gefährden könnte. Aus diesem Grund sind genauere Angaben zu erfolgten oder aktuell geplanten Exekutivmaßnahmen derzeit nicht möglich. Bislang besteht kein dringender Tatverdacht gegen eine konkrete Person. Die Ermittlungen dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen."