• Wegen Corona konnten nur einige Vertreter jeder der zehn Gemeinden und der katholischen Einrichtungen die Gründungsmesse vor Ort mitfeiern. © Gert Friedrich

    Wegen Corona konnten nur einige Vertreter jeder der zehn Gemeinden und der katholischen Einrichtungen die Gründungsmesse vor Ort mitfeiern. © Gert Friedrich

Zehn Gemeinden zu einer Pfarrei vereint

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Mit dem 27. September 2020 hat für rund 7.600 Katholiken im Kreis Zwickau ein neues Kapitel begonnen: Sie gehören einer Pfarrei an. In einer festlichen Messe wurde am Sonntagnachmittag die Gründungsurkunde vorgelesen. Außerdem überreichte Generalvikar Andreas Kutschke neue Kirchenbücher, darunter das Tauf- und das Traubuch.

„Wie soll es jetzt weitergehen?“ fragte der leitende Pfarrer Markus Böhme in seiner Predigt – angesichts einer Unsicherheit, die zu spüren ist. Die neue Pfarrei ist fast so groß wie der Landkreis. Vor fünf Jahren gab es dort neun Priester, heute sind es fünf. Wie weiter? „Lassen wir uns auf diesen gemeinsamen Weg ein“, rief Markus Böhme die Gemeindemitglieder auf und fügte hinzu: „Teilen wir unsere Erfahrungen, unsere Freuden und Ängste miteinander“. Und es sollte auch an Menschen gedacht werden, die Christus nicht kennen, aber eine Sehnsucht nach einem erfüllten Leben haben, so der Theologe. „Für sie und für alle Menschen sind wir als Kirche da.“

Vor dem Altar der Pfarrkirche „Heilige Familie“ brannten während der Gründungsmesse 13 Kerzen, gestaltet von den zehn Gemeinden sowie der  Caritas, dem Peter-Breuer-Gymnasium und dem Christlichen Sozialwerk. Vor Ort mitfeiern konnten wegen Corona nur einige Vertreter dieser Pfarreien und Einrichtungen. Allerdings streamte TV Westsachsen auf Youtube.

Der Zusammenschluss von zehn Gemeinden ist einmalig im Bistum Dresden-Meißen. Ursprünglich sollten in dem Gebiet drei Pfarreien entstehen  - unter anderem die drei Zwickauer Gemeinden und Kirchberg zusammengelegt werden. Bischof Timmerevers schob die Diskussion erneut an, nachdem einige Gemeinden außerhalb von Zwickau eine größere, längerfristige Lösung angeregt hatten. Im Juni 2018 entschied sich Heinrich Timmerevers für den Zusammenschluss von zehn Pfarreien, nachdem er sich in verschiedenen Runden die Argumente angehört hatte.