Dynamo verzichtet auf juristische Schritte

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Autor: Sport

Dynamo verzichtet in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Fußball-Liga auf einen Gang vor ein Sportgericht. Die SGD wird damit keine Rechtsmittel einlegen und akzeptiert damit den Abstieg aus der 2.Bundesliga. Der Verein hatte sich nach Corona-Pause im Saisonendspurt der 2. Bundesliga sportlich benachteiligt gefühlt.

"Im Prozess der Risikoabwägung mussten wir feststellen, dass etwaige Konsequenzen nicht bis ins Detail vorhersehbar sind. Wir hätten uns mit allen Folgen darauf einstellen müssen, dass wir auf eine jahrelange juristische Auseinandersetzung mit sehr geringen Aussichten auf Erfolg zusteuern. Eine solch kostenintensive Ablenkung von unserem Kerngeschäft, bei der sehr viele Ressourcen gebunden werden würden, kann nicht im Interesse unseres Vereins sein“, erklärte Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig nach einer Sitzung der Vereinsgremien. 

Dynamo musste im Saisonendspurt der vergangenen Zweitliga-Saison nach vier Corona-Fällen in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Anschließend musste die SGD als einziges Zweitliga-Team neun Spiele in 29 Tagen absolvieren. Dynamo hatte deshalb nach dem eigenen Abstieg beantragt, dass das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga auf der nächsten Mitgliederversammlung der Liga eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 19 Vereine zur Abstimmung stellt. In der Vorwoche wurde dieser Antrag der DFL abgelehnt.

Die Verantwortlichen des Vereins hatten sich umfangreich juristisch beraten lassen und dabei geprüft, wie ein Gang vor den Sportgerichten sowie der ordentlichen Gerichtsbarkeit aussehen könnte. „Wir sind nach intensiven Gesprächen jetzt an einem Punkt angekommen, wo wir die Dinge so akzeptieren müssen, wie sie sind. Ab sofort gilt unser voller Fokus und ganze Kraft unserer Aufgabe in der 3. Liga“, erklärte Dynamos Sportgeschäftsführer Ralf Becker. Die Dresdner hätten sich so Becker sowohl von der DFL als auch von den anderen Vereinen mehr Solidarität gewünscht.