Dynamo verurteilt Fan-Krawalle

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Einen Tag nach den schweren Ausschreitungen seiner Anhänger hat Dynamo Dresden die Vorfälle verurteilt. «Wir sind entsetzt und verurteilen diese Gewalt auf das Schärfste. Gleichzeitig entschuldigen wir uns im Namen des Vereins bei allen verletzten Personen und wünschen ihnen eine schnelle und vollständige Genesung», erklärten die beiden Geschäftsführer Ralf Becker und Jürgen Wehlend in einer Vereinsmitteilung des Fußball-Drittligisten vom Montagabend. «Insbesondere die offenbar gezielten Angriffe einer gewaltbereiten Minderheit auf Journalisten und Polizisten sind in unseren Augen Grenzüberschreitungen, die wir unter keinen Umständen tolerieren.»

Der Verein hat am Montag zusammen mit dem Veranstaltungsleiter und dem Sicherheitsbeauftragten, den Fanbeauftragten des Vereins sowie Vertretern des Fanprojekts Dresden und der Stadion Dresden Projektgesellschaft eine intensive und umfassende Analyse der Vorkommnisse rund um das Heimspiel am vergangenen Sonntag gegen Türkgücü München (4:0) begonnen. Im nächsten Schritt soll mit den «Netzwerkpartnern für Ordnung und Sicherheit» die Aufarbeitung fortgesetzt werden. «Fest steht schon jetzt: Es wurden Fehler gemacht – und zwar auf allen Seiten. Ansonsten wäre es nicht zu einer derart gewalttätigen Auseinandersetzung gekommen», erklärte Dynamo.

Während Dynamo im Rudolf-Harbig-Stadion den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machten, hatten sich gleichzeit laut Polizei mehr als 4.000 Anhänger am Stadion versammelt, darunter rund 500 gewaltbereite Fans. Etwa 20 Minuten vor Spielende wurden Polizisten und Polizeiautos angegriffen, 185 Beamte wurden nach Angaben vom Montag verletzt.

Audio:

Dynamo-Geschäftsführer Jürgen Wehlend im Interview zu den Ausschreitungen vom Sonntag