Dynamo bleibt auch gegen Kiel sieglos

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Dynamo bleibt 2022 sieglos, die Chancen auf den direkten Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga werden für den Aufsteiger immer geringer. Die Dresdner kamen am Samstag vor 21.544 Zuschauern im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion nicht über ein 0:0 gegen Holstein Kiel hinaus. Immerhin konnten sie damit die achte Niederlage im achten Zweitliga-Duell mit Kiel abwenden.

Mit 29 Punkten beträgt der Rückstand der SGD auf dem Relegationsplatz nach 30 Spielen weiter sechs Punkte auf den SV Sandhausen, der seinerseits ein 1:1 gegen FC St. Pauli erkämpfte. Kiel kommt als Elfter auf 38 Punkte.

"Wir wollten nach den letzten Wochen diesmal selbst keinen Fehler machen. Wir besinnen uns auf Kampf, Leidenschaft und Einsatz. Da kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Am Ende haben wir nicht genug Druck gemacht, um ein Tor zu schießen. Es wäre nicht verdient gewesen, wenn wir hier gewonnen hätten", sagte Kapitän Tim Knipping bei Sky.

Nach nicht mal einer halben Minute mussten die Dynamo-Fans schon das erste Mal tief durchatmen. Kiels Stürmer Kwasi Okyere Wriedt nahm von der Strafraumlinie Maß und schlenzte den Ball aufs Tor der Dresdner. Keeper Kevin Broll wäre geschlagen gewesen, allerdings verhinderte die Latte die Führung der Gäste, die mit einer Bilanz von sieben Siegen in sieben Zweitligapartien gegen Dynamo angereist waren. Torverhältnis bis zum achten Vergleich aus Dresdner Sicht: 2:18.

"In der aktuellen Situation kann es nur darum gehen, endlich wieder ein Spiel zu gewinnen", hatte SGD-Coach Guerino Capretti vor der Partie betont. Vier Veränderungen nahm er in seiner Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen den SV Sandhausen vor. Und sein Team war die aktivere Mannschaft. Ein Tor brachten die Dresdner in den ersten 45 Minuten aber nicht zustande. Von den sechs Versuchen ging kein Schuss in der ersten Hälfte aufs Tor der Kieler.

Nach der Pause erhöhten die Gastgeber noch mal Druck und Tempo. Kiels Torwart Ioannis Gelios bekam nun mehr zu tun: In der 48. Minute hielt er den Schuss von Paul Will aber. Fünf Minuten später lässt er den Ball an der Strafraumgrenze noch mal fallen und klärte außerhalb des 16ers mit dem Kopf knapp über dem Boden vor Ransford-Yeboah Königsdörffer. Nach einer guten Stunde klärt er erneut gegen Will.

Capretti brachte nun in Julius Kade und Morris Schröter zwei frische Kräfte. Der Wille war da, die zwingenden Chancen aber fehlten. Mit zunehmender Spielzeit im zweiten Abschnitt boten sich den Gästen außerdem noch gute Kontermöglichkeiten. Sie ließen diese aber auch ungenutzt. Ebenso wie auf der anderen Seite der eingewechselte Schröter in der 90. Minute zu lang mit dem Abschluss im Strafraum wartete, so dass sein Schuss noch geblockt werden konnte.