Dynamo punktet im Nachholspiel gegen Fürth

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Autor: dpa

Die Chance verpasst: Dynamo Dresden bleibt Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga, zieht aber durch das Remis im Nachholspiel gegen Greuther Fürth nach Punkten mit dem Vorletzten Wehen Wiesbaden gleich. Das Team von Trainer Markus Kauczinski trennte sich am Dienstagabend von den Franken 1:1 (0:1) und rückt auf zwei Zähler an den Relegationsplatz heran. Simon Makienok (54.) erzielte im Rudolf-Harbig-Stadion den Ausgleich für die Sachsen, nachdem Daniel Keita-Ruel (13.) Fürth zunächst in Führung brachte.

Die Franken sind mit nun 39 Punkten so gut wie gerettet, müssen aber kommenden Samstag im Franken-Derby gegen Nürnberg auf Hans Nunoo Sarpei verzichten, der bereits nach 53 Sekunden seine fünfte Gelbe Karte der Saison kassierte.

Der defensive Mittelfeldspieler war eine von vier Änderungen von Fürths Trainer Stefan Leitl. Dynamo-Coach Kauczinski hatte seine Siegerelf vom Samstag auf fünf Positionen verändert. Zudem setzte der 50-Jährige auf das System der zweiten Halbzeit vom Wiesbaden-Sieg. Statt mit Viererkette agierte Dynamo somit gleich mit drei Innenverteidigern, doch weder Florian Ballas noch Kevin Ehlers oder Jannis Nikolaou hinderten Keita-Ruel am Führungstreffer der Gäste. Fürths Torjäger köpfte auf Flanke von Maximilian Wittek ungestört zu seinem achten Saisontor ein.

Das Tor spiegelte das Spielgeschehen wider, denn die Gäste dominierten die Partie im ersten Durchgang. Das Leitl-Team attackierte die Dresdner Bemühungen schon früh, ließ dadurch kein geordnetes Aufbauspiel zu. Dynamo konnte sich kaum befreien und lief bei Ballverlust oft nur hinterher. Fürth schaltete immer wieder schnell um, sorgte dadurch ein ums andere Mal für reichlich Gefahr vor dem Tor von Kevin Broll. «Die erste Halbzeit waren wir immer einen Schritt zu spät, Fürth war aggressiver und spritziger», analysierte Kauczinski.

Letztlich lag es aber vor allem an der Abschlussschwäche der Gäste, dass beide Mannschaften mit nur einem Tor Unterschied in die Pause gingen. Denn weder Branimir Hrgota (16.) noch die beiden früheren Dresdner Marvin Stefaniak (19.) und Paul Seguin (29.) konnten den Ball aus vielversprechender Position im Tor unterbringen.

Dresden entwickelt erst spät so etwas wie Druck. Mehr als ein Fernschuss von Linus Wahlqvist aus rund 30 Metern sprang jedoch nicht heraus. Sturmspitze Alexander Jeremejeff hing zumeist – allein gegen drei Gegenspieler – in der Luft, weswegen Kauczinski zur Pause reagierte.

Dynamos Coach brachte mit Makienok einen zweiten Angreifer. Der Däne sorgte für mehr Präsenz im letzten Drittel, weswegen auch sein schwedischer Sturmpartner mehr zur Geltung kam. In der 51. Minute verpasste Jeremejeff per Kopf nur knapp den Ausgleich.

Den besorgte Makienok nur drei Minuten später selbst. Der 2,01 Meter große Sturmhüne köpfte nach einer Ecke von seinem dänischen Landsmann Brian Hamalainen wuchtig zum 1:1 ein.

Auch im Anschluss blieb Dynamo das druckvollere Team und verpasste wiederum durch den Torschützen nur knapp den eigentlich so wichtigen Sieg. Makienok (87.) traf jedoch nur das Außennetz. «Im zweiten Durchgang wollten wir in den Schlagabtausch gehen und dann haben am Ende mit zwei Möglichkeiten sogar den Sieg verpasst. Wir haben um jeden Zentimeter gekämpft, die erste Halbzeit ging an Fürth, die zweite an uns. Deswegen ist die Punkteteilung gerecht», sagte Kauczinski.