Dynamo kann sich nur noch über die Relegation retten

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Dynamo Dresden muss in die Abstiegsrelegation. Auch im Duell der beiden schwächsten Rückrundenteams gelang den Schwarz-Gelben am Samstag nicht der erhoffte Sieg. Gegen den SSV Jahn Regensburg gab es vor 20 376 Zuschauern ein 1:1 (0:0). Christoph Daferner (73.) hatte die Hausherren in Führung gebracht. Kurz vor Abpfiff glich Andreas Albers (88.) aus. Nach nun 15 Zweitliga-Spielen ohne Sieg in Serie ist der Klassenverbleib für die SGD, die weiter Tabellen-16. ist, nur noch über die Relegation gegen den Drittliga-Dritten möglich.

Im Vergleich zur Vorwoche in Düsseldorf veränderte Cheftrainer Guerino Caretti seine Mannschaft auf vier Positionen. Abgesehen von Michael Akoto, der damals gelbgesperrt fehlte, bot der 40-Jährige mit Paul Will, Agyemang Diawusie und Ransford-Yeboah Königsdörffer jene Spieler auf, die maßgeblich an Dynamos Aufholjagd von 0:2 auf 2:2 beteiligt waren. Der Schwung dieses kleinen Erfolgserlebnisses übertrug sich in der Anfangsphase auf den Platz. Nach einer Flanke von Diawusie landet der abgewehrte Ball genau auf dem Fuß von Akoto (6.). Die Volleyabnahme des Dresdners landete am Querbalken. Regensburgs Torwart Thorsten Kirschbaum hatte das Spielgerät vorher mit seinen Fingerspitzen noch entscheidend abgefälscht.

Nach den schwungvollen ersten Minuten verlor das Spiel der Hausherren an Zielstrebigkeit. Couragiert war der Auftritt der Sachsen zwar immer noch, jedoch fehlte bei vielen Offensivaktionen die Zielstrebigkeit. Das zeigte sich vor allem bei Dynamos Flankenläufen. Immer wieder gelang es den schnellen Außenbahnspielern, hinter die Abwehr des Jahn zu kommen, den Eingaben von beiden Seiten fehlte es jedoch oft an Präzision. Topstürmer Daferner wurde von der Hintermannschaft der Gäste weitgehend isoliert und kam dadurch nicht in gefährliche Abschlusspositionen. Dynamo versuchte es deshalb in der Folge häufig aus der Distanz – und verfehlte das Ziel dabei gleich mehrfach deutlich.

Aus der Pause kamen beiden Mannschaften unverändert. Auch das Niveau der Partie blieb unverändert unterdurchschnittlich. Nicklas Shipnoski hätte die Gäste aus Bayern in der 59. Minute in Führung bringen können. Die Chance aus elf Metern vergab der Offensivspieler jedoch kläglich. Bis zur nächsten wirklich nennenswerten Aktion vergingen fast 14 Minuten. Diese jedoch hatte es in sich: Diawusies Eingabe nahm Daferner mit dem Rücken zum Tor perfekt an. Der Drehschuss des bis dato unauffälligen Angreifers landete unhaltbar im Netz.

Statt danach - angetrieben von den frenetisch feiernden Anhängern - den Sieg klar zu machen, versagten Dynamo die Nerven. Wieder war es Diawusie, der über die rechte Seite geschickt wurde und Königsdörffer völlig frei in der Mitte sah. Der Angreifer blieb vor Jahn-Schlussmann Kirschbaum cool und schob ein. Allerdings war er beim Pass ganz klar im Abseits. Und so glich Regensburg doch noch aus, weil Benedikt Gimber eine perfekte Flanke vor den Fünfmeterraum schlug. Dort gewann Albers das Duell gegen Tim Knipping und köpfte zum 1:1 ins Netz.

(dpa)

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Torschütze Christoph Daferner analysiert das Remis gegen Regensburg und blickt voraus
Defensivspieler Chris Löwe nach dem 1:1 Unentschieden gegen Jahn Regensburg