Dynamo hilft Spieler aus Mariupol

Zuletzt aktualisiert:

Dynamo hat einen Spieler aus der Ukraine aufgenommen. Der 21-jährige Kyrylo Melichenko trainierte erstmals in der Trainingsakademie, arbeitete unter anderem mit Co-Trainer Heiko Scholz. Das gab der Verein am Mittag bekannt. Der Rechtsverteidiger spielt ursprünglich in der umkämpften Hafenstadt Mariupol.  Die Spielstätte und das Trainingsgelände seines Fußballklubs sind nahezu vollständig zerstört. Dynamo hat neben dem Training auch einen Wohnmöglichkeit und einen Dolmetscher für ihn organisiert.  

 „Die Bilder des Krieges und der Zerstörung aus der Ukraine sind schrecklich. In dieser Situation sind wir alle gefordert, den Ukrainerinnen und Ukrainern im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Viele Ehrenamtliche und Freiwillige rund um die ‚Dynamofamilie‘ organisieren derzeit beeindruckende Hilfsaktionen für die unschuldig in Not geratenen Menschen. Als Verein unterstützen wir dies konsequent. Darüber hinaus ergab sich die Situation, auf sportlicher Seite einem jungen Menschen aus der Ukraine neben einem sicheren Wohnort auch die Möglichkeit zu bieten, im Training zu bleiben und seine sportliche Entwicklung nicht aus den Augen zu verlieren.“, sagt Sportchef Ralf Becker in der Mitteilung des Vereins.

Melichenko war im Januar 2021 aus der zweiten Mannschaft von Shakhtar Donezk nach Mariupol gewechselt. Er absolvierte bislang 32 Spiele in der höchsten ukrainischen Spielklasse. Sein Vertrag beim FK Mariupol bleibt gültig. Ein FIFA- Beschluss ermöglicht es entsprechenden Spielern, sich fernab des Kriegsgebietes fitzuhalten und vorübergehend am Trainingsbetrieb anderer Profiteams teilzunehmen.