• Schiedsrichter Bacher sieht sich die Szene vor dem vermeintlichen 3:3 gegen Darmstadt an.

Dynamo-Einspruch vom DFB-Sportgericht zurückgewiesen

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Autor: dpa

Mit dieser Niederlage musste Dynamo Dresden rechnen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch des Zweitliga-Letzten gegen die Wertung der Niederlage gegen Darmstadt 98 am Montag ab. Dresden hatte das Spiel am 7. Februar 2:3 verloren, argumentierte aber, der Videoschiedsrichter habe beim nicht gegebenen 3:3 unberechtigterweise eingegriffen.

«Die Entscheidung des Schiedsrichters ist als Tatsachenentscheidung nicht anfechtbar. Es lässt sich auch kein Regelverstoß des Unparteiischen oder ein Fehler des Videoassistenten erkennen», begründete Richter Hans E. Lorenz die Entscheidung.

Für Dynamo ist das Thema jedoch damit nicht erledigt. «Wir haben die Entscheidung des Deutschen Fußball-Bundes zur Kenntnis genommen und gehen nun in der nächsten Instanz in die mündliche Verhandlung vor dem Sportgericht in Frankfurt», sagte Sportgeschäftsführer Ralf Minge.

Dynamos Stürmer Patrick Schmidt hatte in der 72. Spielminute den vermeintlichen Ausgleich erzielt, bevor das Tor nach Intervention des Videoschiedsrichters Florian Badstübner und Überprüfung des Referees Michael Bacher am Spielfeld wegen Abseits aberkannt wurde. Im Dezember war Liga-Konkurrent Wehen Wiesbaden mit seinem Einspruch gegen die Niederlage bei Dynamo Dresden vor dem DFB-Sportgericht gescheitert.

Dresdens Anwalt Christian Quirling hatte bei der Aberkennung eine Fehlerkette ausgemacht. «Ich vermute einen Regelverstoß des Video-Assistenten durch seinen Eingriff, der sich fortsetzt in einem Regelverstoß des Schiedsrichters, diese unverwertbaren Informationen zu gebrauchen», hatte Quirling nach Einlegen des Protests gesagt. Laut des Rechtsanwalts hätte der Video-Assistent nicht eingreifen dürfen, da keine strittige Situation vorlag.

Um seine Argumente zu untermauern, wollte Quirling den Funkverkehr zwischen Schiedsrichter Michael Bacher und Videoschiedsrichter Florian Badstübner hören. Diesen Antrag hatte der DFB jedoch abgelehnt, weil er nach Auffassung des Verbands nicht relevant sei.