• Im Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau läuft in dieser Woche das Projekt "Home Sweet Home". Foto: Ulli Ludwig

    Im Europäischen Zentrum der Künste in Hellerau läuft in dieser Woche das Projekt "Home Sweet Home". Foto: Ulli Ludwig

  • Dabei können die Teilnehmer eine Stadt nach ihren eigenen Ideen gestalten. Foto: Ulli Ludwig

    Dabei können die Teilnehmer eine Stadt nach ihren eigenen Ideen gestalten. Foto: Ulli Ludwig

  • Folglich entstehen zahlreiche fiktive Gebäude. Foto: Ulli Ludwig

    Folglich entstehen zahlreiche fiktive Gebäude. Foto: Ulli Ludwig

  • Zuvor muss man sich bei den "Immobilienmaklern" Caroline Birth und Luca Hirsekorn (v.l.) ein Grundstück kaufen. Foto: Ulli Ludwig

    Zuvor muss man sich bei den "Immobilienmaklern" Caroline Birth und Luca Hirsekorn (v.l.) ein Grundstück kaufen. Foto: Ulli Ludwig

  • Lucy Hayhoe und Abigail Conway (v.l.) sind die Künstlerinnen hinter dem Projekt. Unter dem Namen "subject_to_change" reisen Sie mit ihrem Projekt durch die Welt. Foto: Ulli Ludwig

    Lucy Hayhoe und Abigail Conway (v.l.) sind die Künstlerinnen hinter dem Projekt. Unter dem Namen "subject_to_change" reisen Sie mit ihrem Projekt durch die Welt. Foto: Ulli Ludwig

Dresden anders gedacht - Bastler entwerfen Stadt neu

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Sein eigenes Haus entwerfen und irgendwo in der Stadt abstellen, einen Wald am Goldenen Reiter pflanzen oder mit dem Hausboot direkt unter der Albertbrücke anlegen. Das ist die Idee hinter dem neuen Projekt Home Sweet Home im Festspielhaus Hellerau und macht möglich, dass die Dresdner ihre Stadt neugestalten können.

Wie funktioniert das?

Am Eingang kauft man sich für einen geringen Aufpreis ein Grundstück. Nun kann man aus zahlreichen Materialien sein eigenes Haus gestalten, einen Laden entwerfen oder ein Boot in die Elbe setzen. Besonders ist, dass die Materialien vorwiegend aus zweiter Hand stammen. Auf einer 100qm großen Stadtkarte kann man nun sein Haus platzieren. Als Fixpunkte stehen bereits die Frauenkirche, das Hochaus am Albertplatz und die Waldschlösschenbrücke auf dem Gelände. Die Elbe ist mit zahlreichen bunten Hausbooten besetzt. Doch hier ist das Spiel noch nicht zu Ende! Durch Petitionen, Initiativen oder Werbeaktionen kann man mit den anderen Hobbyarchitekten in er Stadt interagieren. In den ersten Tagen wurde bereits die erste Fahrradstraße errichtet, das überraschte auch Lucy Hayhoe, eine der beiden Künstlerinnen des Projekts aus England: "Uns ist aufgefallen, dass diese Stadt sehr ökologisch denkt. In den ersten Stunden hatten wir schon eine Fahrradstraße. Das ist ironisch, weil es bei dem Projekt bisher keine Fahrräder, Autos oder andere Fahrzeuge gibt. Und das hat dazu geführt, dass die Spieler durch eine Abstimmung eine Autofreie Stadt aus Dresden machen wollten."

Was ist das Ziel des Projekts?

Das Projekt der Gruppe "subject_to_change" reiste bisher durch zahlreiche Länder und legte nun zum vierten mal einen Halt in Deutschland ein. Als nächstes geht es wahrscheinlich nach China. Die zweite Künstlerin, Abigail Conway, erklärte uns, was das Ziel des Projekts sei: "Wir haben das Projekt gemacht, um Erwachsene zum Spielen zu bringen. Und Ihnen dadurch das Gefühl zu geben, wieder jung zu sein. Hier können sie die Schuhe ausziehen, einen Leimstift, Glitzer und Buntstifte in die Hand nehmen, spielen und kreativ sein."

Und das funktioniert. Bereits nach einem Tag, waren schon ein Drittel der Grundstücke bebaut. Und das nicht nur durch die Kleinen. Auch einige Erwachsene basteln mit und können mal wieder für eine Stunde Kind sein. Bis zum Sonntag läuft das Projekt noch und wird mit einem Straßenfest enden, dazu werden alle Bastler noch einmal eingeladen. Das Festspielhaus ist für dieses Projekt täglich von 17 bis 19:30 Uhr geöffnet. Am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 18 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Festspielhauses Hellerau:

https://www.hellerau.org/de/event/home-sweet-home/

Audio: