Dresden stellt Ergebnisse der Bürgerumfrage vor

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Nach der kommunalen Bürgerumfrage im Frühjahr hat die Landeshautstadt erste Ergebnisse präsentiert. 70 Prozent der Dresdnerinnen und Dresdner schätzen demnach ihre wirtschaftliche Lage als gut bis sehr gut ein. Damit sind dies ähnlich viele wie 2020.

Inflation und Energiekrise dürften diesen Wert bis heute allerdings erheblich verändert haben. Drohende Armut hatten in der Umfrage bereits viele als Risikofaktor angegeben. Betroffen sind insbesondere Einpersonenhaushalte und alleinlebende Rentner.

Das liegt vor allem an den gestiegenen Wohnkosten. Alle Wohnkostenbestandteile bei Mietern, welche 80 Prozent der Haushalte in Dresden ausmachen, sind seit der letzten Erhebung 2020 gestiegen, darunter am stärksten die Grundmiete: um fünf Prozent.  

Historisch, konservativ oder grün - wie die Befragten ihre Stadt sehen

Welche Eigenschaften brachten die Dresdnerinnen und Dresdner am stärksten mit Dresden in Verbindung? Auch dieser Frage ging die Kommunale Bürgerumfrage 2022 auf den Grund. Die Antworten wurden nach Altersstruktur und dem Bildungsabschluss der Befragten kategorisiert. Grundsätzlich am häufigsten genannt wurden Zuordnungen zu Kultur, Natur und Gesellschaft. Die Älteren denken bei Dresden vorrangig an Kultur, die Jüngeren an Natur. Teilnehmende ohne Schulabschluss verbinden Dresden mit dem Thema Lebensqualität, Personen mit einem Schulabschluss mit der Kultur. Übergreifend wurde das Adjektiv „kulturell“ besonders häufig genannt.  

Aktuelle Mietpreisentwicklung

In Dresden stiegen die Mieten weiter - verglichen mit anderen Städten jedoch moderat. Das zeigte die Auswertung der Mietpreisentwicklung in Dresden im Rahmen der kommunalen Wohnungsmarkt-Beobachtung. Die Bestandsmieten in Dresden stiegen in den letzten Jahren stärker als in anderen Regionen, und die Angebotsmieten wiesen eine noch höhere Dynamik auf. Dennoch zählten im ostdeutschen Vergleich die Angebotsmieten im Mittel mit 7,85 Euro/m² nicht zu den höchsten und reichten von 6,00 Euro/m² in den Stadtteilen Gorbitz und Prohlis bis zu 9,00 Euro/m² in den Stadtteilen Altstadt, Blasewitz oder Loschwitz. Hinsichtlich der steigenden Wohnkostenbelastungen werden in naher Zukunft außerdem die steigenden Energiepreise und somit die Nebenkosten eine wesentlichere Rolle spielen.