Drei Punkte zu Ostern: Aue gewinnt in Heidenheim

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Kleine Hoffnung für den FC Erzgebirge Aue: Dank eines Doppelpacks von Ben Zolinski (54. Minute/80.) siegten die Sachsen am Sonntag 2:0 (0:0) beim 1. FC Heidenheim und verkürzten den Rückstand auf Relegationsrang 16 auf sieben Punkte. Angesichts von nur vier Spielen bleibt der Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga zwar eine Mammutaufgabe, aber gänzlich unrealistisch ist es nicht. Schließlich hat der 16. Dynamo Dresden in diesem Jahr noch nicht gewonnen und trifft noch auf Aue.

«Wenn Dresden nächste Woche verliert und wir gewinnen, sind wir auf einmal auf vier Punkte dran. So gesehen, ist theoretisch noch alles möglich. Aber es wäre falsch, wenn wir anfangen zu träumen», sagte Trainer Pavel Dotchev bei Sky. «Wenn wir die restlichen Spiele mit der Einstellung von heute angehen, haben wir vielleicht eine kleine Chance, die Relegation zu schaffen.»

Dotchev musste seine Mannschaft gezwungenermaßen umbauen. Abwehrchef Sören Gonther reiste vorsichtshalber gar nicht erst mit nach Heidenheim, da es in seiner Familie einen Corona-Fall gegeben hatte. Das teilte der Club kurz vor dem Anpfiff mit. Zudem fehlte Sascha Härtel, der im Training einen Rippenbruch erlitten hatte.

Die neue Hintermannschaft wurde vor 7768 Zuschauern fast kalt erwischt. Nach 40 Sekunden kam der Heidenheimer Christian Kühlwetter nach einem Rückpass aus acht Metern frei zum Abschluss. Doch der Mittelfeldspieler drosch den Ball weit über das Tor. Viel mehr musste die FCE-Abwehr im ersten Durchgang nicht zittern.

Aue fing sich und Heidenheim ließ die nötige Konsequenz und Kreativität vermissen. Mit etwas mehr Zielstrebigkeit hätte Aue sogar führen können. Nicolas Kühn (30.) lief allein auf das Heidenheimer Tor zu, bekam jedoch den Ball nicht kontrolliert. Marlon Busch holte Kühn ein und klärte noch zur Ecke. Insgesamt blieben beide Angriffsreihen jedoch schwach und vor der Pause ohne Tore.

Nach dem Wechsel trumpfte zunächst Aue auf und belohnte sich für eine deutlich bestimmtere Leistung. Nach einem Freistoß von Kühn landete der Ball vor den Füßen von Zolinski, der nicht lange zögerte und sein drittes Saisontor erzielte. Kurz darauf sorgte FCE-Torwart Philipp Klewin (60.) für etwas Spannung, als er beim Wegschlagen des Balls einen Gegenspieler traf. Der Ball trudelte jedoch ins Aus.

Heidenheims Trainer Frank Schmidt wechselte als Reaktion gleich dreifach und die Gastgeber drängten heftig auf den Ausgleich. Kevin Sessa (77.) hatte die größte Chance auf dem Fuß, sein Schuss aus zehn Metern ging jedoch knapp neben das Tor. Zolinski machte es besser, behielt am Ende eines sehenswerten Angriffs die Nerven und schob den Ball ins Tor.

(dpa)