Drei mutmaßliche Postdiebe in Chemnitz geschnappt

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Die Staatsanwaltschaft Chemnitz hat zusammen mit Sicherheits-Spezialisten der Deutschen Post drei Postdiebe überführt. Sie gehören einem privaten Subunternehmen an, das beauftragt ist, Sendungen aus Briefkästen und Postfilialen abzuholen. Seit 2019 hatte es Anzeigen wegen verschwundener Briefe gegeben - vor allem aus den Stadtteilen Sonnenberg, Siegmar und Rabenstein. Ein 42-jähriger Deutscher wurde Anfang März auf frischer Tat ertappt.

In seiner Wohnung wurde Beweismittel sichergestellt, unter anderem Briefumschläge und nicht eingelöste Gutscheine. Ermittelt wird noch gegen zwei weitere Kollegen. Dabei handelt es sich um zwei Frauen, 33 und 18 Jahre alt. Nach aktuellem Ermittlungsstand sind insgesamt 285 Fälle bekannt. Es könnten aber noch mehr sein.Der Stehlschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

Die polizeilichen Ermittlungen sind soweit abgeschlossen und werden zeitnah zur weiteren juristischen Bewertung an die Staatsanwaltschaft Chemnitz übergeben.

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang weitere Geschädigte. Explizit für die Zuordnung einer Vielzahl an sichergestellten Gutscheinen, welche bei den Tatverdächtigen aufgefunden wurden. Mit einem eindeutigen Eigentumsnachweis, bspw. in Form eines Kaufbelegs, kann die Aushändigung an die Geschädigten erfolgen. Betroffene werden gebeten, sich unter Telefon 0371 5263-289 immer montags bis freitags in der Zeit zwischen 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr im Polizeirevier Chemnitz-Südwest zu melden.