Corona-Impfportals und Sachsen gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sieht keine Pannen im Zusammenhang mit der Freischaltung des Corona-Impfportals in Sachsen. DRK-Chef Rüdiger Unger widersprach am Dienstag Darstellungen, das Portal sei bei seinem Start am Montag kollabiert. Man habe sich aber entschieden, die Geschwindigkeit zu drosseln, damit das System nicht zusammenbricht. Bisher habe es schon 14 000 erfolgreiche Registrierungen für einen Impftermin gegeben. 2811 Termine für die Erst- und Zweitimpfung seien vergeben worden. Unger räumte aber ein, dass man sich ein höheres Tempo wünsche.

Sachsen befürwortet keine Impfpflicht für Pflegekräfte.

«Wir sind bei der Frage einer Pflicht eher zurückhaltend», sagte Staatskanzleichef Oliver Schenk (CDU) am Dienstag in Dresden. Aufklärung und Information seien wohl besser geeignet, die Akzeptanz zu erhöhen: «Wir setzen auf den Weg, mit Überzeugungsarbeit und Aufklärung eine hohe Impfquote zu erzielen.» Schenk reagierte damit auf einen Vorschlag des bayerischen Regierungschefs Markus Söder (CSU).

Bei einem anderen Thema sind die Sachsen näher an Bayern dran. Man werde darüber nachdenken, ob FFP2-Masken künftig im Einzelhandel und im Nahverkehr getragen werden müssen, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Bayern hatte das am gleichen Tag beschlossen. In Sachsen gilt das bisher nur für Pflegeheime.