Carolabrücke wird ab 11. November saniert

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Am 11. November starten die Sanierungsarbeiten an der Carolabrücke. Die großen Behinderungen für Autofahrer beginnen aber erst am 23. November, teilte die Stadt mit. Zuerst wird der Brückenabschnitt saniert, der von der Altstadt in die Neustadt führt. Die Brücke muss dringend saniert werden, da in den Beton immer wieder Tauwasser eindringt. Einige Teile unter der Brücke sind bereits abgesperrt, da Betonteile herunter fallen könnten. Bei der Sanierung der Carolabrücke sollen auch ausreichend breite Geh- und Fahrradwege gebaut werden.

Hier können Sie die ausführliche Info der Stadt nachlesen:

Baubeginn an der Carolabrücke am 11. November
Verkehr fließt in beiden Richtungen über Brückenhälfte am Finanzministerium


Am Montag, 11. November 2019, beginnen die Sanierungsarbeiten an der Carolabrücke und sollen im vierten Quartal 2020 beendet sein. Das Bauwerk aus dem Jahr 1971 überführt mit drei Brückenzügen die Bundesstraße B 170 sowie die städtische Straßenbahn über die Elbe sowie die Straße am Terrassenufer.
Zunächst ist der Brückenzug A an der Reihe, der die Richtungsfahrbahn Altstadt - Neustadt und einen Geh- und Radweg überführt. Während der Arbeiten wird der Kfz-Verkehr mittels zweier Behelfsüberfahrten auf den Brückenzug B verschwenkt. Für den Bau dieser Überfahrten muss am Wochenende des 23. und 24. November 2019 die Richtungsfahrbahn Altstadt – Neustadt für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Eine weiträumige Umleitung wird ausgeschildert.

Bei der Sanierung der Carolabrücke sollen ausreichend breite Geh- und Fahrradwege gebaut werden. Dafür reicht allerdings der vorhandene Brückenquerschnitt nicht aus. Deshalb müssen die Kappen entsprechend verbreitert werden. Brückenkappen sind die nicht befahrenen Ränder der Brücke aus Stahlbeton. Sie schützen die tragende Brückenkonstruktion und dienen beispielsweise dem Verankern des Geländers sowie als Fahrrad- und Fußgängerweg. Wegen ihrer exponierten Lage sind sie besonders stark beansprucht, zum Beispiel durch das Eindringen von Frost-Tausalzen. Hinzu kommen dynamische Beanspruchungen durch den Verkehr auf der Brücke. Deshalb ist die Instandsetzung der Carolabrücke dringend nötig. Dabei kommt erstmalig Carbonbeton im Großbrückenbau zur Anwendung. Der innovative Baustoff eröffnet als leichterer und flexiblerer Materialverbund gegenüber dem Stahlbeton ganz neue Möglichkeiten der Brückensanierung.

Vorgesehen ist auch, den Fahrbahnbelag und die Brückenabdichtung zu erneuern. Am Spannbetontragwerk sind schadhafte Stellen zu sanieren. Weiterhin werden die Fahrbahnübergangskonstruktionen ausgetauscht und die Brückenentwässerung instandgesetzt. Den Auftrag für die Arbeiten hat die Firma Hentschke Bau GmbH aus Bautzen erhalten. Die Kosten werden etwa 4,7 Millionen Euro betragen. Die Finanzierung bestreitet die Landeshauptstadt Dresden ausschließlich aus Eigenmitteln.