Aue-Trainer Shpileuski fordert: Ohne Hektik gegen Sandhausen

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0:0, 0:0, 1:1 - drei Remis in der Liga und dazwischen noch das bittere Pokal-Aus in Ingolstadt. Aliaksei Shpileuski will mit dem FC Erzgebirge Aue endlich einen Sieg. Vor dem Duell mit dem SV Sandhausen in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (Anstoß 13:30 Uhr) warnt der junge Trainer aber sein Team vor neuen Nachlässigkeiten. „Die Stimmung ist gut, die Jungs sind heiß motiviert, aber wir müssen sie jedes Spiel darauf hinweisen, dass jedes Spiel wie ein Finale ist“, sagte Shpileuski bei der Pressekonferenz am Freitag.

Neues Selbstvertrauen gab natürlich das Unentschieden beim FC Schalke 04 am vergangenen Spieltag. Aber auch in der Partie hatte Shpileuski Dinge notiert, die ihm nicht gefielen. Mit „mehr Ruhe“ müsse seine Mannschaft spielen, forderte er. „Wir dürfen nicht in Hektik verfallen wie gegen Schalke“, sagte der 33-Jährige.

Auf keinen Fall dürfe man den Gegner unterschätzen, warnte Torwart Martin Männel. „Man sieht, dass sie an sich arbeiten. Ich denke, sie werden uns als Gegner sehen, der schlagbar wirkt“, sagte Männel über das ebenfalls noch sieglose Sandhausen. Es gelte: „Voll dagegenhalten.“ Die Entwicklung sei positiv. „Abläufe kommen ins Greifen. Wir sind mutiger geworden. Das wünsche ich mir auch für dieses Spiel.“

Diese Einschätzung teilte auch Shpileuski. „Wichtig wird sein, dass wir den Gegner von der mentalen Seite sehr ernst nehmen. Ein Déjà-vu wie gegen Ingolstadt darf nicht passieren“, erinnerte der Coach an den schnellen Gegentreffer, der das Pokal-Aus einläutete. An Unterstützung von den Rängen soll es nicht mangeln. Am Freitag waren laut Vereins-Info schon fast 6000 der 6828 unter Corona-Regeln zu verkaufenden Tickets abgesetzt.

Nicht einsatzbereit sind die Langzeitverletzten Florian Ballas, Jan Hochscheidt, Malcolm Cacutalua und weiterhin auch Nicolas Kühn. „Er ist noch kein Kandidat für den Kader. Er hat eine minimale Spannung in der Muskulatur“, sagte Shpileuski über den Angreifer. Nächste Woche kehre Kühn erst in Mannschaftstraining zurück - zu spät also für das Sandhausen-Spiel. (dpa)