Ermittlungen wegen Sprengstoffexplosionen in der Sächsischen Schweiz

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Im Zusammenhang mit Sprengstoffexplosionen in der Sächsischen Schweiz sind heute mehrere Wohnungen durchsucht worden. Dabei konnten die Beamten Beweismaterial sichern. Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft Dresden gegen 5 Männer und 2 Frauen. Sie sollen in diesem Jahr mit Pyrotechnik in insgesamt 13 Fällen Objekte u.a. in Bad Schandau oder Sebnitz gesprengt haben. Der bisher ermittelte Schaden beläuft auch auf 230.000 Euro.

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Dresden

Die Staatsanwaltschaft Dresden führt ein Ermittlungsverfahren gegen sieben deutsche Beschuldigte (fünf Männer im Alter von 18, 19, 20, 20 und 22 Jahren sowie zwei Frauen im Alter von 17 und 27 Jahren) u.a. wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in mehreren Fällen.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, in wechselnder Tatbeteiligung zwischen dem 24.07.2020 und dem 30.08.2020 in insgesamt 13 Fällen in Bad Schandau, Sebnitz, Langburkersdorf, Hohnstein und Neustadt/Sachsen unter Verwendung überwiegend illegaler pyrotechnischer Erzeugnisse verschiedene Objekte gesprengt und dabei hohe Sachschäden verursacht zu haben. Nach bisherigem Ermittlungsstand ist von einem angerichteten Gesamtschaden von mindestens 230.000,00 Euro auszugehen.

In diesem Verfahren wurden heute elf Objekte durchsucht (acht Wohnungen in der Sächsischen Schweiz, eine Wohnung in Leipzig, ein Objekt in Kamenz und ein Objekt in Mühlhausen/Bayern). Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, u.a. Mobiltelefone, große Mengen Pyrotechnik, eine Schein-Stabhandgranate aus Holz und Speichermedien.

An der Realisierung des Einsatzes waren 67 Beamte der sächsischen Polizei und weitere Kräfte der bayrischen Polizei beteiligt. Gegen die Beschuldigten wurde kein Haftbefehl beantragt, da derzeit keine Haftgründe nach der Strafprozessordnung vorliegen.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.